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Задания
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Задание 18 № 1957

Was bringt einem Erwachsenen seine Begeisterung für Bücher, die in der Kindheit entsteht?

 

1) Er wird dem Computer und dem Fernsehen das Buch vorziehen.

2) Er leidet nicht so stark unter Konkurrenz.

3) Sein erfinderisches Talent wird stärker gefördert.

4) Seine Beziehungen zu eigenen Kindern werden stabiler und krisensicherer.


Lesen muss man lieben lernen

Ein Buch muss heutzutage gegen das Internet, gegen YouTube oder Serien auf DVD kämpfen. Da hilft nur eines: Eine starke Bindung an den Leser. Aber wie bekommt man die?

Neulich im Kinderabteil der Deutschen Bahn. Eine blonde Mutter las ihrem kleinen Sohn aus dem Buch „Puh der Bär“ vor. Eigentlich ist es eine interessante und lustige Geschichte. Außerdem singt Puh unglaublich gerne. Die Vorstellung aber, die diese Mutter ihrem Sohn bot, sah freudlos aus. Mit leiser Stimme und fehlender Betonung stellte sie den Puh und seine Freunde ihrem kleinen Sohn vor. Und dieser schien sich wirklich zu langweilen.

Wer nicht gut lesen kann, der hat keine Lust zum Lesen und zum Vorlesen. Und wer keine Lust hat, der macht es eben auch nicht gut. Das ist der Teufelskreis, in dem sich viele Kinder befinden. Dieses Problem gibt es nicht nur in Deutschland: 20 Prozent der 15-jährigen Europäer und viele Erwachsene können nicht richtig lesen.

Heute gibt es Leseinitiativen. Im schwäbischen Weingarten initiiert die Pädagogische Hochschule ein Projekt zur Wiederherstellung der Lesekompetenz der Schüler. In drei bis vier Schulstunden pro Woche soll ihnen zehn bis 15 Minuten vorgelesen werden. Das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat in diesem Jahr die Initiative „Lust auf Lesen“ ins Leben gerufen. Intensiv-Lesekurse, Augengymnastik, fremdsprachige Filme mit deutschen Untertiteln und freie Lesezeit sollen die Kinder nun wieder auf den rechten Weg führen.

Aber inwiefern ist die Schule für die Lesekompetenz der Schüler verantwortlich? Oder fehlt hier die Elterninitiative? Natürlich lernen wir in der Schule lesen und schreiben, aber das ist es doch nicht, was leidenschaftliches Lesen ausmacht. Lesen lieben lernen, das geht nur, wenn es Eltern, Tanten, Omas und Opas demonstrieren. Wir alle in der Klasse 10b fanden es schön, wenn unsere Kunstlehrerin Frau Bechstein die gruseligen Geschichten von Edgar Allen Poe vorlas. Und sie hat es sicher genossen, dass die Schüler einmal ruhig waren und mit roten Wangen und großen Augen saßen. Viel wichtiger aber war doch das Vorlesen der abendlichen Geschichten in früher Kindheit und das daraus erwachsene Selberlesen. Noch heute habe ich die verschiedenen Vorlesestimmen meiner Mutter im Ohr. Und diese Erfahrung kann keine Leseinitiative ersetzen.

Wir alle haben weniger Zeit für Bücher. Wenn nicht gerade ein ruhiger Urlaub am Meer bevorsteht oder ein langes Wochenende in den Bergen, wo man sich endlich entspannen kann. Dann kommt auch der Gerne-Leser nicht über seine zehn-fünfzehn Seiten am Abend hinaus. Davor sind die Arbeit, das gemeinsame Essen, die Tagesschau und wenn oder noch komplizierter — Kinder. Im letzten Fall ist aber die beste Lösung, den Kindern Ihre und ihre Lieblingsbücher vorzulesen. Seien Sie ruhig, das werden nicht immer und nicht die ganze Zeit nur Märchen sein. Manchmal helfen auch die Hörbücher, die man immer unterwegs hören kann. Aber nicht jedes Buch kann man so bekommen und der Prozess des Lesens an sich ist schon was Besonderes.

Nur wenn die Beziehung zwischen dem jungen Leser und Büchern stark ist, kann er auch als Erwachsener immer wieder den Verlockungen von Fernsehen oder Computer widerstehen und zum Buch greifen. Denn der gedruckte Text hat es schwer in Zeiten starker Konkurrenz. Und das ist nicht erst seit der Erfindung der Tablets so. Umso wichtiger, dass unsere Beziehung und die Beziehung unserer Kinder zum Buch stabil, gefestigt und krisensicher ist. Daran müssen wir auch ständig arbeiten.

Пояснение.

Перевод: Was bringt einem Erwachsenen seine Begeisterung für Bücher, die in der Kindheit entsteht? — Что даст взрослому восторг перед книгами, который возникает в детстве?

Er wird dem Computer und dem Fernsehen das Buch vorziehen. — Он предпочтет книгу компьютеру и телевидению.

 

Ответ: 1.

Источник: Де­мон­стра­ци­он­ная вер­сия ЕГЭ—2020 по не­мец­ко­му языку.