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Задание 14 № 1863

Wer spielt die Rolle des Christkindes heutzutage?

 

1) Eine Schauspielerin des Nürnberger Theaters, die seit längerem in Nürnberg lebt.

2) Ein in Nürnberg lebendes Mädchen, das zwei Jahre lang diese Rolle spielen darf.

3) Eine in Nürnberg geborene junge Mitarbeiterin der Tourismus-Zentrale Nürnberg.

4) Eines von zwölf Mädchen, die abwechselnd die Pflichten des Christkindes erfüllen.


Christkind in Nürnberg

Jedes Jahr am Freitag vor dem ersten Advent ist es so weit. Pünktlich um 17.30 Uhr erlöschen rund um den Nürnberger Hauptmarkt die Lichter. Dann halten Tausende Menschen in gespannter Erwartung den Atem an, und alle Augen richten sich auf die kleine Galerie hoch oben an der Frauenkirche.

Denn hier, auf dem kleinen Balkon des Gotteshauses aus dem 14. Jahrhundert erscheint Nürnbergs wichtigste Repräsentantin in der Weihnachtszeit: das Christkind. Mit einem feierlichen Prolog eröffnet es seinen Markt. „Das Christkind lädt zu seinem Markte ein, und wer da kommt, der soll willkommen sein“ — so endet er eindringlich, und dazu klingen Posaunenklänge über den dunklen Platz, ein Chor singt „Stille Nacht“, Kirchenglocken läuten. Kinder auf den Schultern ihrer Väter staunen, Handys und Kameras sind gezückt. Nach einer halben Stunde erstrahlen die frisch eröffneten Buden dann im Lichterglanz, und das Treiben auf dem Marktplatz beginnt offiziell.

Der Nürnberger Christkindlesmarkt wird bereits seit 70 Jahren vom Nürnberger Christkind eröffnet. Im Jahre 1948 fand der erste Markt nach dem Krieg in der zerstörten Altstadt statt. Verkörpert wurde die Engelsgestalt des Christkindes — blondgelockt, bekrönt und in goldenen Kleidern — zunächst von einer Schauspielerin, seit 1969 jedoch wird das Christkind jedes zweite Jahr gewählt. Eine Bewerberin muss nicht in Nürnberg geboren sein, sollte aber seit längerem in der Stadt leben, 16 bis 19 Jahre alt und größer als 160 Zentimeter sein. Und absolut schwindelfrei, denn die Brüstung des Balkons ist nicht allzu hoch. Aus allen Bewerberinnen wählt eine Jury zwölf Kandidatinnen aus. Diese zwölf Mädchen erscheinen in den Nürnberger Tageszeitungen, deren Leser ihre sechs Favoritinnen küren. Auch online kann über die Kandidatinnen abgestimmt werden. Die Endauswahl trifft dann letztlich eine Jury aus Pressevertretern, dem städtischen Presseamt, dem Marktamt und der Tourismus-Zentrale Nürnberg. Die Jury lernt alle sechs Bewerberinnen persönlich kennen, bevor die Entscheidung, wer das neue Nürnberger Christkind werden darf, getroffen wird.

Denn dieses hohe Ehrenamt erfordert besonders viel Persönlichkeit, Engagement und Geduld. Hat das Christkind in seinen zwei Amtsjahren doch alle Hände voll zu tun und steht unaufhörlich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Weit über 100 Termine stehen im Dezember an. Dazu zählen Interviews, Fernsehauftritte und Besuche der Weihnachtsmärkte in anderen Städten. Genauso besucht das Christkind Altenheime, Kindergärten, Behinderteneinrichtungen und Krankenhäuser. Am Heiligen Abend verteilt es Geschenke an junge Patienten in Nürnberger Kinderkliniken.

Natürlich macht das Christkind auch einen Rundgang über seinen eigenen Markt — viermal die Woche in vollem Schmuck — und verteilt an kleine Gäste Geschenke. Die, so sagt man, kauft es in einer ruhigen Stunde selbst auf dem Christkindlesmarkt ein. Wo auch immer die Himmelsbotin vorbeikommt, spricht sie tröstende oder unterhaltende Worte, liest Geschichten vor, drückt Hände, und sorgt für glänzende Augen und ehrfürchtige Bewunderung.

Die Symbolfigur des Marktes zu sein, bereitet den jungen Mädchen riesiges Vergnügen: Oft äußern sie den Wunsch, noch eine Amtszeit anzuhängen, aber er wird ihnen nicht gewährt. Es ist bis heute außerdem ein eisernes Prinzip geblieben, das Nürnberger Christkind nicht zu vermarkten oder als „Event“ zu verkaufen. Genauso wenig, wie seine Kür einer Miss-Wahl gleichkommen soll. Seine Auftritte sind stets seriös, sie dienen sozialen und wohltätigen Zwecken und sollen freundschaftliche Verbindungen zur Bevölkerung anderer Städte knüpfen.

Den festlichen Prolog, den das goldige Lockengeschöpf jedes Jahr zur Eröffnung des Christkindlesmarktes rezitiert, schrieb 1948 Friedrich Bröger, der Chefdramaturg des Theaters und Sohn des Nürnberger Arbeiterdichters Karl Bröger. Der Text wurde bis heute nur leicht umgedichtet.

Пояснение.

Перевод: Wer spielt die Rolle des Christkindes heutzutage? — Кто сегодня играет роль младенца Христа?

Ein in Nürnberg lebendes Mädchen, das zwei Jahre lang diese Rolle spielen darf.. — Живущая в Нюрнберге девочка, которая может играть эту роль в течение двух лет.

 

Правильный ответ указан под номером 2.