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Задание 18 № 28

Warum ist nur ein Bücherbus im Märkischen Kreis geblieben?

 

1) Weil der andere Bus zurzeit kaputt ist.

2) Weil es keinen anderen Busfahrer gibt.

3) Weil man wegen der Krise sparen muss.

4) Weil es nicht so viel Leser mehr gibt.


Прочитайте текст и выполните задания А15 – А21, отмечая цифру 1, 2, 3 или 4, соответствующую номеру выбранного вами варианта ответа.

 

Unser Bücherbus

Endlich taucht der orangenfarbene Bus in der Ferne auf. Wie gewohnt rollt er durch die Siedlung auf den großen Platz neben den Sportanlagen und parkt dort. Die hydraulische Tür öffnet sich. Schon steigen die ersten „Kunden“ ein. Manfred Böhnert, der den Bus fährt, und seine Kollegin Karen Eichler haben gerade ihren Platz im Bus genommen. Hier sind bereits Kinder und Erwachsene fleißig beim Auswählen. Neues Lesefutter wird gesucht, das für vier Wochen reichen muss. Erst dann kommt der orange Buchtransporter wieder.

Der Bus verkehrt streng nach Fahrplan. Zu festgelegten Terminen und Uhrzeiten hält er immer an denselben 88 Plätzen. Zuverlässig und vertraut seit 30 Jahren. So lange gibt es den „Bücherbus“ im Märkischen Kreis (Nordrhein-Westfalen) schon. Und niemand will auf ihn verzichten. „Das ist doch praktisch“, erklärt Schüler Fabian den Wert der Fahrbücherei, „da brauche ich nicht in die Stadt zu fahren. Der Bus kommt hierher, wo ich in der Nähe wohne“. Die meisten Leser sind Kinder und Jugendliche. Entsprechend groß ist das Angebot für die jungen Leser an Büchern, Zeitschriften, Hörbüchern, Videos und Computerprogrammen. „Wir haben hier 4 500 „Medien“, also Titel, an Bord“, sagt Manfred Böhnert. „Und was wir hier nicht haben, können wir beim nächsten Mal aus der Kreisbibliothek mitbringen, dort gibt es 52 000 „Medieneinheiten“ im Angebot. Was auch hier nicht zu bekommen ist, wird über den „Auswärtigen Leihverkehr“ beschafft“, ergänzt Karen Eichler. Dennoch – Engpässe sind nicht zu vermeiden. Die Harry-Potter-Welle schwappte auch bis in den Bücherbus. Elf Vorstellungen gibt es, die vier vorhandenen Bände sind schon lange ausgebucht. Da muss man Geduld haben, denn es kann Monate dauern, bis man ein so begehrtes Buch in Händen hält. Sachbücher, Tierbücher und Magazine sind weitere Kategorien, die bei den jungen Lesern oft gefragt sind. Das bestätigen auch Friederike und Jessica, deren Hobby – natürlich – Lesen ist. Jessica sucht die Bücher für ihren sechsjährigen Bruder mit aus. Sarah reserviert sich gerne Witzebücher. Sie kommt seit 1998 regelmäßig in den Bus. Johannes steht mehr auf Detektivgeschichten und spannende Krimis. „Oft werden die Kinder und Jugendlichen von ihren Eltern aufmerksam gemacht oder gleich mitgebracht“, stellte man in der Fahrbibliothek fest.

„Auch die erwachsenen Leser fragen natürlich Bestseller“, sagt Manfred Bönehrt, der sich über jeden Besucher freut. Gelesen wird immer. Und die Leselust gibt es in den elf Jahren, in denen er mit dem Bus unterwegs ist, immer noch.

Rollende Büchereien gibt es in erstaunlich vielen Orten Deutschlands, verrät ein Blick ins Internet. Mit ihnen erreicht man auch die Menschen in kleinen Orten, die nicht bis zu einer „stationären“ Bibliothek fahren können. Weil heute viel gespart wird, musste auch der Märkische Kreis vor sechs Jahren auf einen von zwei Bücherbussen verzichten. Aber der verbliebene Bus ist von den Benutzern heiß und innig geliebt. Die Besatzung des Busses hat für jeden Leser ein freundliches Wort übrig. Vielleicht sorgt auch dieses persönliche Verhältnis für die Erfolgsgeschichte des mobilen Lesetreffs. Denn die Bilanz dieses Bücherbusses kann sich sehen lassen: Jährlich werden etwa 83 000 Einheiten von ungefähr 2 200 Lesern ausgeliehen.

Источник: Яндекс: Тренировочная работа ЕГЭ по немецкому языку. Вариант 1.

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Задание 18 № 74

Warum kann man die Ausstellungsstücke im Museum nicht besichtigen?

 

1) Weil sie zu klein sind.

2) Weil der Museumsraum zu klein ist.

3) Weil die Exponate ständig „wandern“.

4) Weil die Sammlung dem Kunstlehrer gehört.


Прочитайте текст и выполните задания А15 – А21, отмечая цифру 1, 2, 3 или 4, соответствующую номеру выбранного вами варианта ответа.

 

Ein Museum ohne Besucher

Es gibt ein Museum, das gibt es gar nicht. Es steht in Hagen in Westfalen, doch Besucher können nicht hineingehen. Wie bitte? Das Museum besitzt über 500 Kunstwerke, aber kein Mensch kennt die Künstler. Glaubt ihr das? Dort gibt es auch ein Eiscafé, aber Eis und Kaffee kann man dort nicht bekommen. Ist es wirklich so?

Ja, die Geschichte ist wahr. Hermann Hackstein, Kunstlehrer in Hagen, sammelt seit vielen Jahren Kunstwerke, die Schüler gemacht haben. „Ich wollte nicht, dass man die vielen Bilder und Objekte wegwirft“, erzählt er. „Die Arbeiten aus dem Kunstunterricht zeigen genau, wie Schüler ihre Umwelt sehen“. Darum gründete er vor zwei Jahren das ´Deutsche Museum für Schulkunst´.

Die Stadt Hagen fand Hacksteins Idee gut. Doch sie hatte nur einen kleinen Raum in einer alten Villa. Den durfte der Kunstlehrer benutzen. Oben unter dem Dach sind nun das Büro und der Lagerraum des Museums. Große Ölbilder und Figuren aus Holz stehen an der Wand. In einem Regal liegen Fotos, Collagen und andere Objekte. Räume für Ausstellungen gibt es nicht. Das Museum ist einmalig in Europa. Die schönsten Stücke der Sammlung sind ein Eiscafé, eine Modeboutique und ein HIFI- Studio. Es sind Fantasie Modelle aus Pappkarton. Schüler haben die Mini-Geschäfte gebaut – mit allem, was dazu gehört. In dem Eiscafé steht eine Musikbox. Sie sieht genauso wie ihr großes Vorbild. An der Wand hängt eine kleine Uhr. Sie ist aus dem Deckel einer Flasche gemacht. Viele Einzelheiten erkennt man erst, wenn man genau hinschaut.

Schüler aus Dortmund überlegten zum Beispiel? Wie kann man Madonna oder die Pet Shop Boys´ einpacken? Sie machten neue Hüllen für die Schallplatten ihrer Lieblingsstars. Jetzt hat Lehrer Hackstein die Arbeiten in seinem Museum. Das größte Bild in Hagener Villa kommt aus einer Hamburger Schule. Es ist zwei Meter groß und vier Meter breit. Viel Platz hat der Museumsdirektor ohne Haus nicht mehr für solche „Riesen“. Schon jetzt kann man sich in dem kleinen Dachzimmer kaum noch bewegen. Doch täglich kommen neue Arbeiten. Manchmal sucht der Kunstlehrer aus Hagen auch Werke zu bestimmten Themen. Gerade jetzt sammelt er Bilder und Objekte zum Thema „Schüler gestalten die Umwelt“.

Wie zeigt ein Museum ohne Räume seine Schätze? Im Moment organisiert Hackstein Wander- Ausstellungen. Doch bald soll es ein richtiges Museum geben. „In zwei Jahren haben wir Ausstellungsräume. Da können dann die Besucher unsere Sammlung sehen“, hofft Hermann Hackstein.

Источник: Яндекс: Тренировочная работа ЕГЭ по немецкому языку. Вариант 2.

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Задание 18 № 120

Erst am Anfang des 19. Jahrhunderts wurde es möglich…

 

1) Gutenbergs Technik zu benutzen.

2) mehr moderne Druckereien zu eröffnen.

3) mehr billige Bücher zu verkaufen.

4) die Tageszeitungen billig zu machen.


Прочитайте текст и выполните задания А15 – А21, отмечая цифру 1, 2, 3 или 4, соответствующую номеру выбранного вами варианта ответа.

 

Johannes Gutenberg

Im Jahr I450 wurde in Straßburg eine Bibel verkauft. Sie kostete 60 Gulden – soviel wie ein kleiner Bauernhof. Dies war jedoch keineswegs ein Höchstpreis. Man zahlte damals bis zu 100 oder sogar 120 Gulden für ein Buch; man tauschte Bücher gegen Häuser und Land; man befestigte sie mit Ketten an schweren Tischen, denn Bücher waren seltene Kostbarkeiten, oft kostbarer als Silber und Gold. Kein Wunder: die Kanzleien der Fürsten und Städte, die neuen Schulen und Universitäten, die Kirchen und Klöster – die ganze gebildete Welt hungerte nach Büchern.

Heute noch leben wir im Zeitalter des gedruckten Wortes. Dieses Zeitalter begann vor mehr als 500 Jahren mit der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg.

Über Gutenbergs Leben wissen wir wenig. Man nimmt an, dass er einige Jahre vor 1400 in Mainz geboren wurde.

Was war das Neue an Gutenbergs Erfindung? Die Kunst Bilder oder Wörter in Münzen, ja sogar auf Papier oder Pergament zu drucken, kannte man schon vor Gutenberg. Im 11. Jahrhundert gab es in China bereits Druckereien; um 1400, zur Zeit der Kindheit Gutenbergs also, auch in Korea. Das Neue und Entscheidende an Gutenbergs Verfahren war, dass er die Buchstaben einzeln goss. Zu diesem Zweck hatte er ein besonderes Gerät erfunden. Nach vielen Versuchen fand er für den Guss die geeignete Legierung aus Blei, Zink und anderen Metallen. Jeder gegossene Buchstabe befand sich auf dem Ende eines Stäbchens. Diese Stäbchen, „Lettern“ genannt, wurden zu Wörtern zusammengesetzt, diese wiederum zu Zeilen und Seiten. Den Letternblock für eine Seite spannte Gutenberg in einen Rahmen, bestrich ihn dann mit schwarzer Farbe und konnte schließlich mit Hilfe einer „Presse“ den „Schriftsatz“ auf Papier oder Per¬gament drucken.

Am 3. Februar 1468 starb Gutenberg. Aber er hatte es noch erlebt, dass seine Erfindung sich über die Welt auszubreiten begann, dass man nicht nur in Mainz, sondern auch in Straßburg und Köln, in Rom, Barcelona und Pilsen Bücher druckte. Sieben Jahre nach Gutenbergs Tod arbeiteten deutsche Drucker in Utrecht, Brügge und Pans, in Venedig, Florenz und Neapel, in Budapest und Krakau, in Valencia. Im Jahr 1500 gab es in 260 Städten Europas 1120 Druckereien, in denen insgesamt schon mehr als zehn Millionen Bücher hergestellt worden waren. Dennoch: Verglichen mit unseren heutigen Möglichkeiten war die alte Drucktechnik noch sehr langsam. Erst 1810 gelang die erste bedeutende Verbesserung, der Druck mit einem sich drehenden Zylinder. 1814 arbeitete die erste dieser „Schnellpressen“ bei der Londoner „Times“. Jetzt war es möglich, billige Tageszeitungen zu drucken, wie wir sie heute kennen.

Die nächsten Schritte waren die Rotationsmaschine mit mehreren rotierenden Zylindern (1863) und eine Setzmaschine (1886), mit der man wie auf einer Schreibmaschine schreiben konnte. In jüngster Zeit haben Computer und Lasertechnik die Druckkunst weiter revolutioniert. Die Erfindung der Buchdruckerkunst ist das größte Ereignis der Weltgeschichte.

Источник: Яндекс: Тренировочная работа ЕГЭ по немецкому языку. Вариант 3.

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Задание 18 № 166

Das Projekt FLY ...

 

1) bezieht nachschulische Veranstaltungen mit.

2) gefällt niemandem.

3) dauert kurz.

4) bezieht sich auf den Schulunterricht.


Прочитайте текст и выполните задания А15–А21. В каждом задании отмечая вариант 1, 2, 3 или 4, соответствующую выбранному Вами варианту ответа.

 

Wenn Groß und Klein zusammenlernen

Bevor der Unterricht in der 2a der Hamburger Gesamtschule Osterbrook losgehen kann, müssen die Kinder erst einmal ihre Stühle zu einer U-Form umstellen. Schnell hat jeder seinen Platz gefunden. „Die Großen dürfen auch ein bisschen näher kommen“, sagt Ute Stather und blickt dabei auf die hintere Reihe im Klassenzimmer. Die Großen sind neun Mütter und ein Vater. Nach kurzem Überlegen setzen sie sich direkt hinter die Kinder. Dann liest Stather aus einem Kinderbuch vor.

„Die Eltern sollen zu Hause mit den Kindern mehr lesen und sich mit Sprache zu beschäftigen“, sagt Dr. Gabriele Rabkin vom Hamburger Institut für Lehrerbildung und Schulentwicklung. Sie leitet das Pilotprojekt „Family Literacy“, kurz FLY genannt, das von der UNESCO mit einem Preis ausgezeichnet wurde. Es hilft Eltern, bei ihren Kindern Spaß an der Sprache zu wecken. Das Projekt FLY vermittelt Schreib- und Lesekompetenz an Kinder und ihre Eltern. Dazu besuchen die Eltern etwa alle zwei Wochen mit ihren Kindern zusammen den Unterricht. „In anderen Ländern gibt es so etwas schon lange, in Deutschland war es höchste Zeit“, sagt Rabkin. Seit 2004 gibt es das Projekt, bisher nur in Hamburg. Mittlerweile nehmen 44 Schulen daran teil. In erster Linie richtet es sich an Familien von Zuwanderern. Für die Lehrerin Stather, die seit Beginn bei FLY mitmacht, war der gemeinsame Unterricht mit der Familie eine Umstellung. Denn für die Lehrer bedeutet dies vor allem mehr Arbeit. Die Lehrer werden aber in der Praxis begleitet. Sie können sich mit Fragen und Problemen, die sich meist aus dem Zusammentreffen der verschiedenen Kulturen ergeben, an das Institut wenden, sich mit Kollegen austauschen. Denn in ihrer Ausbildung wurden die Lehrer auf diese Form des Unterrichts nicht vorbereitet. Trotz der Mehrbelastung sieht Stather vor allem Vorteile in diesem Projekt. „Der Weg zu den Eltern ist eindeutig kürzer geworden“, sagt sie. Einer ihrer Schüler hat immer wieder Fehler gemacht, wenn er das Datum schrieb. Stather konnte die Mutter sofort bitten, dies zu Hause zu üben. Bereits in der nächsten Woche hat der Junge keinen Fehler mehr gemacht. Die Eltern sehen, was wir hier machen und können dann auch besser verstehen, worin ihr Kind unterstützt werden muss“, sagt sie. Und vor allem ist das Interesse an der Schule größer geworden. Dass viele Eltern den FLY-Unterricht auch als eigenen Deutschunterricht sehen, ist doch ein schöner Nebeneffekt, so Rabkin. Viel wichtiger ist es, dass sie ihre Kinder anhalten, in ganzen Sätzen zu sprechen, mit ihnen Bücher anschauen und darüber reden oder auf dem Weg zur Schule Buchstaben suchen. Daher wird auch im Unterricht immer wieder die Muttersprache der Eltern mit einbezogen. „Wenn sie in ihrer Muttersprache viel mit den Kindern lesen und reden, können diese auch leichter Deutsch lernen“, sagt Stather. Neben dem Unterricht in der Schule werden Elternnachmittage angeboten, bei denen mit den Kindern gespielt wird oder sich die Eltern über die nächsten Aktivitäten informieren können. Zudem werden regelmäßig Ausflüge gemacht, etwa in die Bibliothek.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

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Задание 18 № 258

Die Schüler von Marie Noelle Ntouba Ngolle lernen Deutsch, weil...

 

1) der Beruf des Deutschlehrers im Land sehr anerkannt ist.

2) sie einen guten Job im diplomatischen Dienst zu bekommen hoffen.

3) die zweite Fremdsprache Spanisch nicht populär ist.

4) sie sich für Kultur und Wirtschaft von Deutschland interessieren.


Прочитайте текст и выполните задания А15–А21. В каждом задании выберите вариант 1, 2, 3 или 4, соответствующую выбранному Вами ответу.

 

 

Die deutsche Sprache in Afrika

Wohl in keinem afrikanischen Land wird soviel Deutsch gesprochen wie in Kamerun: von etwa 300.000 Menschen. Deutsch ist angesagt in Kamerun — nicht nur wegen der Möglichkeiten so einen besseren Job zu bekommen. Hilaire Mbakop plaudert über das Wetter. Das tut er sehr anschaulich und in bestem Deutsch. Denn Deutsch ist die Sprache, in der er träumt, in der er schreibt. Hilaire Mbakop ist Präsident des Vereins deutschsprachiger Schriftsteller in Afrika. Ein kleiner Verein, der erst im Oktober 2009 gegründet wurde und bislang eine Handvoll Mitglieder zählt.

Wieso schreibt er ausgerechnet auf Deutsch? «Ich bin ja Literaturwissenschaftler, habe in Deutschland studiert. Und ich nutze die deutsche Sprache, um bestimmte Sachen präzise und klar ausdrücken zu können.» Präzise und klar sieht er auch die Ziele seines Vereins: «Wir sollten versuchen, den großen deutschsprachigen Markt zu nutzen um die Zensur hier in Kamerun zu umgehen.» ^

Hilaire Mbakop hat selbst schon Ärger wegen seiner klaren Worte bekommen. Von heute auf morgen und ohne Begründung wurde sein Job als Dozent an der Universität Jaunde gekündigt. Eine Strafaktion für sein Buch «Mambes Heimat», so vermutet er, denn in dem in Deutschland veröffentlichten Buch beschreibt er schonungslos den Alltag in Kamerun.

Jetzt arbeitet der 37-Jährige an einer Kolonialgeschichte Kameruns, vor allem die Zeit der Unabhängigkeit interessiert ihn, «und dabei werde ich auf ein Stilmittel Goethes zurückgreifen: Fakten mit Fiktion vermischen und eher einen Roman als ein Sachbuch schreiben.»

Goethe ist auch einer der Lieblingsschriftsteller von David Simo. Aber der Chef der Germanistischen Fakultät in Jaunde ist eher ein Freund neuester und neuerer deutscher Literatur wie Hubert Fichte und auch Günther Grass. Deutschland fasziniert ihn, er ist ständig bei Kongressen und Tagungen, hält sich auf dem Laufenden, vermittelt aber auch Informationen über Germanistik in 42

einem afrikanischen Land. In Kamerun gibt es etwa 300.000 Menschen, die Deutsch lernen oder sprechen, seine eigene Fakultät erlebt einen stetig wachsenden Zulauf. Hängt das nur damit zusammen, dass Kamerun ein deutsches Schutzgebiet war?

«Aber nein, das hängt paradoxerweise mit den Franzosen zusammen, die ja das koloniale Erbe angetreten hatten», erklärt Simo. Denn Deutsch war in Frankreich eine verpflichtende Fremdsprache und in Kamerun wurde das französische Schulsystem eins zu eins übernommen. Also auch die Fremdsprache Deutsch als Schulfach.

Doch die Germanistik in Kamerun hat sich weiterentwickelt. «Wir können natürlich in Kamerun nicht so lehren wie in Asien oder in europäischen Ländern. Hier heißt Germanistik auch, sich mit der deutsch-kamerunischen Geschichte zu beschäftigen. Aber natürlich geht es auch um das Land Deutschland und dessen Besonderheiten.»

Das sieht auch Charles Ekollo so. Der Gennanistik-Student ist, wie er sagt, «eher durch Zufall in dieses Studienfach geraten. Denn die Fächer Englisch und Französisch waren schon belegt. Da habe ich eben Deutsch genommen und dann gemerkt, wie faszinierend Germanistik ist.» Ekollo verspricht sich auf zwei Ebenen Gewinn durch sein Studienfach: Zum einen erhofft er sich einen guten Job als Deutschlehrer oder im diplomatischen Dienst — zum anderen aber auch Erkenntnisse über seine eigene Identität als Afrikaner. «Denn indem ich mich mit der Geschichte der deutsch-kamerunischen Beziehungen beschäftige, erfahre ich auch etwas über meine Geschichte als Afrikaner. Unsere eigene Tradition und Geschichte wird ja in der Schule kaum gelehrt.»

Dafür aber Deutsch als Sprache. In den weiterfuhrenden Schulen können sich die Schüler zwischen Spanisch und Deutsch als zweiter Fremdsprache entscheiden — und «fast immer wählen sie Deutsch», freut sich Marie Noelle Ntouba Ngolle. Sie ist Deutschlehrerin in Duala und hat schon hunderte Kinder unterrichtet. Viele davon wollen selbst Deutschlehrer werden, «aber die meisten interessieren sich einfach für Deutschland als Wirtschaftsmacht und Kulturland.»

Источник: ЕГЭ по немецкому языку. Подготовительные материалы, вариант 1.

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Задание 18 № 304

Manche Schulen unterstützen die Initiative der Rudolf Steiner-Schulen nicht, weil...

 

1) sie Angst haben, dass sie ihre Freiheit verlieren.

2) sie es bevorzugen nur Kinder von wohlhabenden Eltern zu haben.

3) ihr pädagogisches Konzept dafür nicht geeignet ist.

4) sie Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten nicht haben wollen. 


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Schweiz: Von Franken und Kantonen

In der Schweiz ist eine Zunahme an Schülern zu verzeichnen, die eine Privatschule besuchen. Eine Privatschul-Hochburg ist die Schweiz aber nicht. Die Zahl der Schüler, die im Rahmen der Schulpflicht eine- Privatschule besuchen, liegt mit 3,4 Prozent sogar noch niedriger als in Deutschland. Im europäischen Vergleich besuchen also wenig Schüler in der Schweiz eine Privatschule. Dies hängt sicherlich auch damit zusammen, dass das öffentliche Bildungssystem in der Schweiz grundsätzlich als ausreichend empfunden wird.

In der Schweiz sind die einzelnen Kantone für die Bildung zuständig. Die gesamte Schulausbildung umfasst in der Schweiz zwölf Schuljahre. Die verpflichtende Primarschule umfasst sechs Jahre in der Schweiz, danach wird die Sekundarstufe I besucht — nach Abschluss dieser ist die Schulpflicht von neun Jahren erfüllt. In der Sekundarstufe II kann dann das Abitur oder die Matura erlangt werden.

Nicht zuletzt wegen der vier Landessprachen — Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch — fördert die Schweiz in besonderem Maße die multikulturelle Bildung. Auch die internationalen Beziehungen der Schweiz wachsen und immer mehr Ausländer siedeln sich in der Schweiz an. Aktuelle Statistiken zu den Privatschulen in der Schweiz zeigen, dass die Zunahme der Privatschulen vor allem durch neue ausländische und zweisprachige Programme zu erklären ist.

Um eine Alternative zu dem guten bestehenden Bildungssystem der Schweiz zu bieten, sind viele Privatschulen mehrsprachig, konfessionell geprägt oder haben sich einer bestimmten Pädagogik verschrieben. Zahlreiche Privatschulen in der Schweiz sind Waldorfschulen nach der Rudolf Steiner- Pädagogik. Viele der Privatschulen bieten einen Schulbesuch sowohl für interne Schüler (also in Form eines Internates) als auch für Tagesschüler an. Es gibt in der Schweiz Privatschulen für jede Altersstufe und Schulart — von der Vorschule bis zur Universität.

Während die Zahl der konfessionell geprägten Privatschulen schon lange konstant bleibt, sinkt die der Privatschulen mit reformpädagogischem Profil. In den fmanzstärkeren Kantonen der Schweiz besuchen mehr Schüler eine Privatschule und insgesamt sind es mehr Jungen als Mädchen.

Nahezu alle bekannten Privatschulen in der Schweiz haben sich im Verband schweizerischer Privatschulen zusammengeschlossen. Dieser zählt 260 Mitgliedsschulen. Die Privatschulen in der Schweiz unterliegen den kantonalen Schulgesetzen.

Die meisten Privatschulen der Schweiz sind selbsttragend oder sogar gewinnorientiert. Einige erhalten öffentliche Zuschüsse. Zunehmend sollen vor allem Privatschulen bezuschusst werden, die Aufgaben übernehmen, die das öffentliche Schulsystem nicht leisten kann, wie zum Beispiel bei besonderer Begabung, Verhaltensauffälligkeiten oder Sporttalenten. Je nach Kanton wird die Unterstützung und Förderung der Privatschulen anders gehandhabt. Meist fordern diese nur Angebote, an denen sie besonderes Interesse haben. Die Vollfinanzierung von Privatschulen ist allerdings in keinem Kanton vorgesehen.

Da sich die Privatschulen überwiegend selbst finanzieren, sind die Schulgelder für Privatschulen in der Schweiz entsprechend hoch —je nach Privatschule aber unterschiedlich. Für gewöhnlich richtet sich das Schulgeld nach dem Einkommen der Eltern und liegt zwischen 550 und 3.000 Franken monatlich (Verhältnis zum Euro etwa 1,3 : 1). Durchschnittlich zahlen Eltern jährlich für einen Schüler auf einer Privatschule in der Schweiz 15.000 Franken — das sind über 10.000 Euro.

Die Rudolf Steiner-Schulen setzen sich verstärkt dafür ein, dass Eltern finanziell entlastet werden, die ihren Kindern eine private Schule finanzieren. Schließlich zahlen diese durch ihre Steuern auch für die öffentlichen Schulen, die ihre Kinder aber nicht in Anspruch nehmen. Die Idee einer Initiative ist, den Privatschulen das Geld zukommen zu lassen, welches ein Kind auf einer öffentlichen Schule an Kosten verursachen würde. Dadurch könnte das Schulgeld bezahlt oder zumindest verringert werden.

Nicht alle Privatschulen unterstützen diese Initiative, da sie fürchten, in der freien Gestaltung ihrer Schule beschnitten zu werden. Auch könnten sich die Privatschulen ihre Schüler nicht mehr selbst aussuchen — nicht jeder Schule gefällt das. Das Ziel ist, Schüler aller sozialen Schichten aufnehmen zu können: Nicht nur wohlhabenden Eltern sollte die Wahl einer geeigneten Schule und des gewünschten pädagogischen Konzeptes vorbehalten sein.

Источник: ЕГЭ по не­мец­ко­му языку. Под­го­то­ви­тель­ные материалы, ва­ри­ант 2.

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Задание 18 № 350

Die Familie Kasner hatte ein besseres Leben als in den meisten DDR-Pfarrhaushalten, weil...

 

1) die Beziehungen in der Familie sehr gut waren.

2) es auf dem Gelände des Waldhofes eine Gärtnerei gab.

3) die Kinder Mitglieder bei den Jungen Pionieren wurden.

4) die Verwandten aus Hamburg mit Produkten und Kleidung halfen. 


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Die Bundeskanzlerin

Die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Angela Merkel (Mädchenname: Angela Dorothea Kasner) wurde am 17. Juli 1954 in Hamburg-Barmbek geboren. Hier hatten sich ihre Eltern während des Studiums ihres Vaters kennen gelernt.

Angelas Vater, Horst Kasner, stammt aus Berlin-Pankow und studierte Theologie in Heidelberg und Hamburg. Kurz nach Angelas Geburt trat er seine erste Pfarrstelle bei der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg an, durchaus im Wissen darum, dass das Leben als Pfarrer in der DDR schwierig sein würde. Die Kirchen in der DDR waren bestenfalls gelitten und galten als ein Überbleibsel des kapitalistischen Systems. Pfarrer waren einerseits gefürchtet wegen ihres umfangreichen Wissens, andererseits belächelt als Ewiggestrige. Hinzu kam, dass DDR-Pfarrer äußerst geringe Gehälter erhielten. Das alles wusste Kasner — und kam zurück, weil er nicht «bei den Fleischtöpfen Ägyptens» bleiben wollte, während in der DDR Pfarrer dringend gebraucht wurden.

Horst Kasner, auch der «rote Kasner» genannt, hatte Sympathie für sozialistische Ideale. Frühzeitig und überzeugt trat er für die Kirche im Sozialismus ein: Die evangelische Kirche sollte sich nicht im Kampf gegen den Staat aufreiben, sondern unter den gegebenen gesellschaftlichen Verhältnissen leben und arbeiten, vor allem auch den Dialog mit den staatlichen Stellen suchen. Er gehörte später zur Leitung des Weißenseer Kreises, der als staatsnah und linkselitär galt, der aber 66 sowohl dem Staat als auch der Kirche suspekt war. Die Meinungen über Kasners Beziehung zum DDR-Regime sind bis heute geteilt.

Angelas Mutter, Herlind Kasner geb. Jentzsch, eine fröhliche, lebenslustige Frau, durfte als Frau eines Pfarrers in der DDR ihren Beruf als Englisch- und Lateinlehrerin nicht ausüben — zu sehr fürchteten sich die Verantwortlichen vor anderen Weltanschauungen und deren möglichen Einflüssen auf die Schüler. Was für Herlind Kasner selbst von Nachteil war, sollte für ihre Kinder von großem Nutzen sein: Es gab viel Zeit für Gespräche über alle Sorgen und Probleme. Im Gegensatz zu den meisten DDR- Bürgern war es Kasner und seiner Frau bereits vor dem Rentenalter vergönnt, in «nichtsozialistische» Länder zu reisen, sogar in die USA.

Angela Kasner kam mit acht Wochen in die DDR. In einem Dorf in der Prignitz trat ihr Vater seine erste Pfarrstelle an. Drei Jahre später übernahm er die Leitung des Waldhofs bei Templin, einer Kreisstadt in der Uckcnnark. Dort gab es zwei Einrichtungen in unmittelbarer räumlicher Nähe: Am von .Kasner geleiteten Kolleg konnten Pfarrer sich weiterbilden', und es gab Kurse für Vikare, die vor dem zweiten Examen standen. Außerdem befand sich auf dem Gelände ein Heim für geistig Behinderte.

Angela redete früh, aber sie lief nicht. Sie sei «ein kleiner Bewegungsidiot» gewesen, sagt sie. Erst mit fünf Jahren lernte sie, wie man einen Berg hinunterläuft. Dafür zeigte sie bereits in diesem Alter Bestimmer-Qualitäten: Anstatt selbst zu laufen, schickte Angela ihren drei Jahre jüngeren Bruder.

Das Verhältnis zu Eltern und Geschwistern — dem Bruder und der zehn Jahre jüngeren Schwester — war sehr innig, die Erziehung streng. Durch die auch in ihrem Haushalt aus und ein gehenden Behinderten erlebten die Kinder täglich normalen Umgang zwischen gesunden und kranken Menschen.

Templin liegt in landschaftlich reizvoller, waldreicher Umgebung. Es gab Tiere und eine Gärtnerei auf dem Gelände. Großmutter und Tante aus Hamburg kamen oft zu Besuch, und die Pakete mit Lebensmitteln und Kleidung ermöglichten ein angenehmeres Leben als in den meisten DDR- Pfarrhaushalten. Sie habe «praktisch nie DDR-Klamotten getragen», erzählt Angela Merkel noch heute. Ihr Vater verfügte über eine große Bibliothek, auch mit «unerlaubter" Literatur. Durch Bücher und umfangreiche Anregung wurden die Kinder der Familie Kasner zu geistig regen, vielseitig interessierten Menschen mit einer umfassenden Bildung.

1961 wurde Angela in Templin eingeschult. Etwas später als ihre Mitschülerinnen wurde sie, anders als die meisten DDR-Pfarrerskinder und auf eigenen Wunsch, Mitglied bei den Jungen Pionieren. Dennoch blieb es auch ihr nicht erspart, von Lehrern wegen Kleinigkeiten vor der Klasse vorgeführt zu werden.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку. Подготовительные материалы, вариант 3.

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Задание 18 № 396

Das Leben in der Großstadt gefällt Robert ...

 

1) nicht wegen des Lärms und der schlechten Luft.

2) sehr, weil die Großstadt viel bieten kann.

3) nicht besonders, weil er sehr viel herumfahren muss.

4) sehr gut, weil alle seine Freunde da leben. 


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Robert

Robert wohnt mitten in Berlin. Er schwimmt und taucht gern, baut an seiner Werkbank — und ist mit elf Jahren schon ein gewiefter Geschäftsmann hinterm Kinderzimmer-Tresen. Seine Hobbys sind manchmal mit weiten Wegen verbunden und seine Tage geschäftig, doch Robert genießt die Großstadt. Werktags ist ab sechs Uhr früh geöffnet, samstags ab sieben. Das sind nicht die Öffnungszeiten irgendeines Supermarkts, sondern die des kleinen Robert. Der Berliner hat in seinem Kinderzimmer zwischen Hochbett und Schreibtisch einen kleinen Tresen aufgebaut. Hier verkauft er Süßes und Knabberzeug an seine Familie und Freunde — und bessert sich damit das Taschengeld auf. Seit etwa drei Jahren macht er das schon so. Dabei ist er immer darauf bedacht, dass er auch «konkurrenzfähig» bleibt. «Hier, so ein Glückskeks kostet an der Tankstelle 50 Cent, bei mir nur 20!», erklärt der Junge. Stolz zeigt er seine «Kasse» — eine Geldkassette mit Münzen aller Werte. Sogar einen Zahlteller hat er, wie im richtigen Laden.

Neben dem «Geschäfte machen» hat Robert noch viele andere Hobbys: tauchen, schwimmen, mit Bausteinen spielen, an seiner Werkbank etwas bauen — oder auch mal etwas auseinander nehmen. Gerade versucht er sich am Herstellen von Schmuck: einen schönen Stein bearbeiten und lackieren. «Im Laden ist so was ja teuer, ich könnte das billiger herstellen», ist er schon wieder ganz Geschäftsmann. Möglicherweise wird er das ja auch mal zum Beruf machen. Am liebsten würde er aber Lehrer oder Polizist werden. Falls ihm da sein Notendurchschnitt von 2,4 einen Strich durch die Rechnung machen sollte, wird er eben Kaufmann. Rechtsanwalt wie sein Vater will er jedenfalls lieber nicht werden. «Da hat man viel zu spät Feierabend. Papa ist ja immer so lange weg», erklärt er.  

Robert wohnt mitten im Herzen Berlins. Am südlichsten Zipfel des Bezirks Prenzlauer Berg lebt er mit seiner Familie in einer riesigen Altbauwohnung. Weit über hundert Quadratmeter, stuck verzierte Decken. Von hier aus kann man den Fernsehturm sehen. Zentraler geht's kaum — aber das fordert auch seinen Tribut: Sechs Spuren Innenstadtverkehr rauschen vor den Fenstern vorbei, dazu die Straßenbahn, und eine Baustelle gibt's auch. An Schlafen mit offenem Fenster ist hier nicht zu denken.

Roberts Tag ist geschäftig: Täglich geht's in die Schule nach Karlshorst. Von seiner Wohnung in der City braucht er rund 45 Minuten bis dort hin: S-Bahn, umsteigen, Straßenbahn, laufen. Kein kurzer Schulweg. Robert besucht eine Privatschule, die vor allem auf Kreativität und Förderung zielt. Mittwochs hat er Arabisch, einmal pro Woche bekommt er zu Hause Flöten- und Keyboard-Unterricht. Sein Französisch-Zusatzkurs ist am Nöllendorfplatz — wieder viel Fahrerei. Und auch seine Freunde wohnen quer übers Stadtgebiet verteilt. So zentral Robert also auch in der Großstadt wohnt, so viel müssen er und seine Familie trotzdem umherfahren. Supermarkt und Kino gibt's zwar an jeder Ecke, aber Individualität und Hobbys haben auch hier ihren Preis — und kosten Zeit. Meist ist Robert am späten Nachmittag nicht vor seiner Mutter zu Hause, das ist so gegen 17 Uhr. Trotzdem fühlt er sich wohl in der lauten Großstadt. «Mal auf dem Land wohnen, das wäre schon ok, aber die Stadt bietet einfach mehr», sagt er. Und wenn die Familie doch mal wieder genug vom Großstadtlärm hat, fährt sie zum Ausspannen in den Urlaub. «Ich war schon 13 Mal in Frankreich», erzählt Robert stolz. Da betreibt er dann übrigens auch sein kleines «Geschäft» und verkauft Süßigkeiten und Knabberzeug an seine Familie. Seine «Ware» nimmt er auf der Hutablage hinter dem Rücksitz mit.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку. Подготовительные материалы, вариант 4.

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Задание 18 № 442

Im Ersten Weltkrieg ...

 

1) war Paul Klee Rekrut an der Front.

2) konnte Paul Klee sich mit der Malerei beschäftigen.

3) baute Paul Klee Flugzeuge für den Fronteinsatz.

4) verkaufte Paul Klee Schreibwaren und Kunstgegenstände.


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Paul Klee

Paul Klee wurde als Ernst Paul Klee am 18. Dezember 1879 in Münchenbuchsee bei Bern als zweites Kind des deutschen Musiklehrers Hans Wilhelm Klee und der schweizerischen Sängerin Ida Klee, geb. Frick geboren. Der Vater stammte aus Thann in der Rhön und studierte am Stuttgarter Konservatorium Gesang, Klavier, Orgel und Violine. Dort lernte er seine spätere Frau Ida Frick kennen. Bis 1931 wirkte Hans Wilhelm Klee als Musiklehrer am Berner Staatsseminar in Hofwil bei Bern. Paul Klee konnte durch sein Elternhaus seine künstlerischen Fähigkeiten musisch entwickeln. Die Musik war für ihn eine ständige Quelle der Anregung und Inspiration, bis an sein Lebensende.

Im Jahr 1880 zog die Familie nach Bern. Von 1886 bis 1890 besuchte Klee die Primarschule und erhielt mit sieben Jahren Geigenunterricht bei Carl Jahn, dem Violinlehrer der Städtischen Musikschule. Das Geigenspiel beherrschte er bald so meisterhaft, dass er bereits als Elfjähriger als außerordentliches Mitglied bei der Bernischen Musikgesellschaft spielen durfte. Weitere Interessen lagen im Zeichnen und Dichten. In seinen Schulbüchern und -heften finden sich zahllose Karikaturen. Mit dem Zeichenstift erfasste er schon früh die Silhouetten der umliegenden Städte wie Bern und Fribourg und der sie umgebenden Landschaft. Sein zeichnerisches Talent wurde jedoch nicht gefordert, da seine Eltern ihn zum Musiker ausbilden lassen wollten. 90 

Klees Doppelbegabung machte es ihm nicht leicht, sich zwischen der Ausbildung in Musik oder Malerei zu entscheiden; seine Wahl fiel auf die Kunst — er opponierte damit gegen den Wunsch seiner Eltern —, daher studierte er zuerst Grafik in München an einer Privatschule bei Heinrich Knirr und bildete sich 1899 bei Walter Ziegler in der Technik des Radierens aus. Am 11. Oktober 1900 gelang es Klee, in die Malklasse von Franz von Stuck an der Kunstakademie in München aufgenommen zu werden, an der gleichzeitig Wassily Kandinsky studierte. Die beiden begegneten sich jedoch nicht, da Klee nur sporadisch am Unterricht teilnahm und im März 1901 die Akademie wieder verließ, da er dem Unterricht wenig abgewinnen konnte. Wie sich später herausstellen sollte, hatten Klee und Kandinsky in München in derselben Straße gewohnt — in der Ainmillerstraße, nur einige Häuser voneinander entfernt.

Im September 1906 zog Klee endgültig nach München und heiratete die Pianistin Lily Stumpf, die er 1899 kennen gelernt hatte. Ein Jahr später wurde der Sohn Felix geboren. Klee übernahm zum großen Teil die Kindererziehung und den Haushalt in ihrer Wohnung in Schwabing, Lily erteilte Klavierstunden, trat aber nicht mehr als Pianistin auf.

Im Herbst 1911 machte er die Bekanntschaft von August Macke und Wassily Kandinsky. Im Winter desselben Jahres schloss er sich dem «Blauen Reiter» an, einer künstlerischen Gemeinschaft der Expressionisten. Der Name der Gemeinschaft leitet sich von einem gleichnamigen Holzschnitt Kandinskys aus dem Jahr 1911 her, der 1912 als Buchtitelillustration zu dem Almanach diente.

Die Herausgabe des Almanachs wurde jedoch zugunsten einer Ausstellung aufgeschoben. Die erste der beiden Ausstellungen des «Blauen Reiters» fand vom 18. Dezember 1911 bis zum 1. Januar 1912 in der Modernen Galerie Heinrich Thannhauser in München statt. Klee war in dieser Ausstellung nicht vertreten, jedoch wurden in der zweiten Ausstellung, die vom 12. Februar bis zum 18. März 1912 in der Galerie Goltz stattfand, 17 grafische Arbeiten von ihm gezeigt. Diese zweite Ausstellung hieß programmatisch «Schwarz-Weiß», da sie ausschließlich Druckgrafik berücksichtigte. Kandinsky und Marc gaben den bereits 1911 geplanten Almanach «Der Blaue Reiter», in dem mehrere Werke Klees reproduziert worden waren, im Mai 1912 im Piper Verlag heraus.

Als Sohn eines deutschen Vaters wurde Klee im Ersten Weltkrieg am 11. März 1916 als Rekrut einberufen. Er war erst «Kunstmaler» und besserte die Tarnbemalung der Flugzeuge aus. Dann war er als Schreiber des Kassenwarts tätig, daher blieb ihm ein Fronteinsatz erspart, und er konnte die Malerei im Krieg fortführen. In Herwarth Waldens Galerie «Der Sturm» gab es im März 1916 eine erste Ausstellung seiner abstrakten Aquarelle, eine zweite folgte im Februar 1917. Der Verkauferfolg war gut, und Waiden forderte neue Werke an, da der Kunstmarkt positiv reagierte.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку. Подготовительные материалы, вариант 5.

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Задание 18 № 488

Die Zahl der “Stattauto”-Anhänger nimmt zu, weil …

 

1) die Wartung zu stressig ist.

2) die Fahrsteuer ständig gesteigert wird.

3) sich wenige ein Auto leisten können.

4) viele nur ab und zu auf ein Auto angewiesen sind.


Прочитайте текст и выполните задания А15–А21. В каждом задании выберите вариант 1, 2, 3 или 4, соответствующую выбранному Вами ответу.

 

 

Ohne Auto? Nein, danke!

Verstopfte Straβen. Die ewige Suche nach Parkplätzen. Stinkende Staus in ständig wachsenden Blechlawinen. Über 40 Millionen Fahrzeuge rollen auf Deutschlands Straβen – und täglich werden es mehr. Welcher Autofahrer gibt nicht längst zu, dass er manchmal reichlich genervt ist? Und ein schlechtes Gewissen haben wir auch. Denn wir hören täglich die Meldungen über verpestete Luft, Ozonloch, Waldsterben, das die sich immer vergrößernde Flotte auf vier Rädern verursacht. Na und? Deshalb den Wagen gleich ganz abschaffen? Da sagen spontan fast alle erst einmal “Nein. Kommt für uns nicht in Frage”. Aber eines ist für sie klar, es ist höchste Zeit nach langfristig vernünftigen Lösungen zu suchen. Einige Möglichkeiten, die Nerven und die Umwelt, vielleicht auch den Geldbeutel gleich mitzuschonen, bringt Journal für Deutschland. Vielleicht ist ja ihr Zukunftsmodell dabei.

 

Auf Platz eins rangieren Fahrgemeinschaften. Die Idee ist einfach. Wer zusammen arbeitet, fährt gemeinsam ins Büro. Treffpunkt ist zum Beispiel eine Autobahnbrücke: Dort steigen alle in ein Fahrzeug um. Spart Geld, hat sich schon tausendfach bewährt. Beispiel Ludwigshafen. Drei Frauen. Ein Arbeitsplatz. Kommunikationskauffrau Claudia Remmele: “Wir kennen uns seit der gemeisamen Ausbildung, wohnen alle in der Nähe. Die Firma ist rund 50 Kilometer entfernt. Auf Bus oder Bahn umsteigen? Da wären wir eine Stunde zu früh im Büro. So kamen wir auf die Idee. Zwei Autos bleiben stehen, in einem fahren wir zu dritt.”

 

Abwechselnd, reihum, jede Woche wird das Fahrzeug gewechselt. Die 18jährige: “Das war damals vor allem praktisch, weil wir uns vor Prüfungen gegenseitig noch schnell abfragen, austauschen konnten während der Fahrt. Seit dem Sommer arbeiten wir in verschiedenen Abteilungen, aber es gab noch nie Probleme, wir sind uns immer einig.” Die Firma belohnt das Trio durch ein Bonusprogramm: Wer als Fahrgemeinschaft kommt, darf die Firma- Parkplätze in der unmittelbaren Nähe vom Haupteingang bekommen.

 

Car-Sharing ist ideal für Nachbarn, Freunde, die aus Kostengründen oder Überzeugung umweltbewusster leben wollen. Musterverträge, in denen alle Streitfälle geregelt sind, gibt es bei allen Automobilclubs. So teilen sich zum Beispiel in Warendorf zwei Familien ein Auto. Ursula Gehrs: ”Die Idee ergab sich von selbst. Erst brauchte ich mein Auto regelmäβig, weil Bus- und Bahnverbindungen zur nächsten Groβstadt zu schlecht sind, was bis zum Herbst 2006 dauerte. Da habe ich zum ersten Mal überlegt, dass der Wagen im Grunde zu teuer wird. Aber ohne Auto wäre ein Groβeinkauf für die Familie nicht vorstellbar. Wie auch mit drei Kindern im Alter zwischen 7 und 16 mal die Oma zu besuchen. Die Lösung brachte ein Gespräch mit meiner Freundin Hedwig, die schon lange ein Auto ermisste. Nicht für den Alltag, aber für Dringendes.

 

Jetzt kann sich ihre Familie ein “halbes” leisten. Das funktioniert so: Beide fahren den Wagen (weiterhin zugelassen auf den Namen der Freundin) je eine Woche lang. Wer das Auto benutzt, zahlt 30 Cent Kilometergeld (Reparaturund Wartungskosten inklusive). Die Fixkosten werden geteilt. Alles läuft prima!”

 

Stattauto kommt aus Amerika und gibt es schon in 40 deutschen Städten. Wer ein Auto braucht, mietet es stunden-, tage-, wochenweise zum Minimaltarif. Der einzige Nachteil ist es, dass ein Stattauto nur für Mitglieder dieser Initiative mietbar ist. Beispiel Hamburg. Gisela Ockelmann will aus Überzeugung kein eigenes Auto, weil sie meist mit dem Rad fährt. “Trotzdem gibt es Situationen, da brauche ich dringend eins und möchte auf diesen Anspruch nicht verzichten.” Sie trat der Initiative bei – Aufnahmegebühr 100 Euro, monatlicher Vereinsbeitrag – 20 Euro, Kaution 500 Euro. Dafür ist sie mobil, wenn sie es will.

Источник: Демонстрационная вер­сия ЕГЭ—2011 по не­мец­ко­му языку.

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Задание 18 № 534

Wer „freiwillig“ obdachlos geworden ist, ...

 

1) benötigt sozialen Beistand.

2) will seine Freiheit haben.

3) will einen sicheren Job haben.

4) braucht viel Trost.


Прочитайте текст и выполните задания А15–А21. В каждом задании выберите вариант 1, 2, 3 или 4, соответствующую выбранному Вами ответу.

 

 

Obdachlose in Deutschland

Bundesweit, so schätzen die Wohlfahrtsverbände, sind über eine Million Menschen obdachlos. Dazu kommen noch einmal rund 2,6 Millionen Menschen, die allein im Westen der Bundesrepublik bei Freunden, Verwandten oder Bekannten leben – die also keine eigene Wohnung haben. Nimmt man nun die Obdachlosen und diese quasi Obdachlosen sowie die Menschen, die in absolut unzumutbaren Wohnverhältnissen vegetieren müssen, dann leben in der Bundesrepublik rund vier Millionen Menschen in akuter Wohnungsnot oder sind obdachlos.

 

Menschen ohne eigene Wohnung gehören zu den Ärmsten der Armen. Ihre Mittel reichen nicht aus, um sich eine eigene Unterkunft zu leisten. Wohnungslosigkeit kann sehr unterschiedliche Formen annehmen. Die meisten Wohnungslosen leben in provisorischen Notunterkünften. Diese werden ihnen von den Gemeindebehörden mietfrei zur Verfügung gestellt, weil sie nicht in der Lage sind, aus eigener Kraft eine Wohnung zu finanzieren. Menschen in Notunterkünften dieser Art haben zwar eine Wohnung, leben darin aber nicht als Mieter mit entsprechenden Rechten, sondern nur als vorübergehend geduldete Nutzer mit minderem Status, stärkeren behördlichen Reglementierungen und eingeschränkter Privatsphäre, weil die Behörden jederzeit Recht auf Zutritt und Kontrolle haben.

 

Die letzte Stufe der sozialen Deklassierung ist mit der Wohnungslosigkeit im strengen Sinn erreicht. Wohnungslos im strengen Sinn ist die relativ kleine Gruppe von Menschen, die kein dauerhaftes Dach über dem Kopf haben. Sie leben im Freien, “machen Platte” (so der Jargonausdruck) in Parks, auf der Straße oder an anderen öffentlich zugänglichen Stellen. Einige verbringen die Nächte in Notübernachtungshäusern, den so genannten “Obdachlosenasylen”. Wer ohne Obdach leben muss, dem ist eine elementare Grundlage für ein gesichertes, menschenwürdiges Leben entzogen. Die Wohnung ist nicht nur materielle Basis für Wärme, Schutz und Geborgenheit, sondern unabdingbare Voraussetzung für Arbeit, Familie, Privatleben und Hygiene, für bestimmte Formen der Kommunikation (z.B. Poststellung) und für ein Mindestmaß an sozialer Anerkennung. Ein Leben auf der Straße bedeutet ein Leben außerhalb vieler, nahezu aller Normen. Die Belastungen, die mit dem ungesicherten und entwürdigenden Leben eines “Landfahrers” oder “Stadtstreichers” verbunden sind, haben bei langer Dauer körperliche und psychische Schäden sowie vorzeitige Alterung zur Folge und verringern die Lebenserwartung um etwa zehn Jahre.

 

Warum wird man eigentlich obdachlos? Dafür gibt es eine Menge verschiedener Gründe. In den meisten Fällen ist es das Ende des langen Weges der Aussteigerkarriere aus der Gesellschaft, in einigen – einfach Zufall.

 

Obdachlosigkeit und Alkoholabhängigkeit sind eng miteinander verbunden. Manchmal wird der Mensch zuerst alkoholabhängig und als Folge obdachlos. Manchmal ist es umgekehrt: Zuerst verliert man das Heim und dann sucht man Trost im Alkohol. Manchmal ist es nicht Alkohol-, sondern Drogenabhängigkeit. Dann ist es noch schlimmer. Es ist noch schwieriger, Drogenabhängigkeit zu behandeln.

 

Es gibt aber auch Menschen, die aus anderen Gründen, man kann auch sagen, „freiwillig“ obdachlos werden. Sie wollen einfach frei sein. Sie wollen nicht mehr jeden Tag acht Stunden arbeiten, Rechnungen bezahlen, viele kleine und große Probleme lösen, zweimal pro Tag Zähne putzen, jeden Tag duschen, Geschirr abwaschen, aufräumen usw. Diese Obdachlosen brauchen kaum Hilfe, denn sie haben ihre Wahl getroffen.

Источник: Демонстрационная вер­сия ЕГЭ—2010 по не­мец­ко­му языку.

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Задание 18 № 580

Wenn Mary Anne Philippakis über den Fremdsprachenunterricht an deutschen

Schulen spricht, kann sie … gut verstehen.

 

1) den späten Anfang des Fremdsprachenunterrichts

2) das hohe Tempo beim Erlernen der Fremdsprache

3) den Wunsch der Eltern nach besserer Zukunft für ihre Kinder

4) den Umfang des Lernstoffes im Fremdsprachenunterricht


Englischlernen für die Kleinsten

Ohne Englisch keine Karriere – inder globalisierten Welt werden Fremdsprachen immer wichtiger. Deutsche Eltern führen ihreKinder deshalb so früh wie möglich an die Sprache heran. Allerdings mit zweifelhaftem Erfolg. Im „Baby’s Best Start“-Kurs wird jedes Wort, jedes Lob auf Englisch gesagt. Die Kleinen können selbst noch gar nicht sprechen. Aber sie hören neben der

deutschen Sprache schon seit einigen Monaten Englisch, regelmäßig einmal in der Woche.

Zum Beispiel Mirali. Seit acht Monaten besucht die Einjährige den Englischkurs. Ihre Mutter Miriam Bardowicks möchte, dass die Kleine nicht nur mit der deutschen Sprache aufwächst. „Wasdie Zweisprachigkeit angeht, ist es auf jeden Fall gut, dass ein Kind viel Englischhört, wenn es später Englisch lernen soll.“ Die Wissenschaft gibt der Mutter recht: Die Grundlagen für Grammatik,

Betonung und Aussprache werden schon in einem so frühen Alter gelegt. Miriam Bardowicks glaubt daher, dass ihre Tochter viel aus dem Baby-Englischkurs mitnimmt.

Die Sprachwissenschaftlerin Petra Schulz bezweifelt das. Sie hält die Wirkung solch früher Englischkurse für überschätzt. Zumindest, wenn Englisch nur einmal in der Woche für maximal eineStunde gesprochen wird, im Alltag der

Kinder aber keine Rolle spielt. Daher sind die Hoffnungen, die viele Eltern mit der fremdsprachlichen Frühförderung verbinden, sehr überzogen. Die Frankfurter Professorin, die am Institut für Psycholinguistik „Deutschals Zweitsprache“ lehrt,

kennt keine Studie, die den positiven Effekt eines Baby-Englischkurses belegen würde.

Dennoch kommen Woche für Woche Eltern mit ihren Babys und Kleinkindern zu Mary Anne Philippakis. Zusätzlich zur Englischstunde einmal die Woche bekommen die Mütter eine CD mit, die sie ihren Babys zu Hause

vorspielen sollen. Während des Kursessingt Mary Anne Philippakis den Kleinkindern etwas vor oder erzählt ihnen Geschichten. Sie hält das Bilderbuch aufgeschlagen auf ihrem Schoß und zeigt auf einzelne Symbole. Dazu spricht sie

die englischen Worte aus:„Sun. Cat. Tree.“

Seit einem Jahr macht sie das nun schonin ihrem eigenen Lernzentrum in

Frankfurt. Zuvor hat sie inKrippen und bei sich zu Hause eine Hand voll Kinder unterrichtet. Die Nachfrage ist ständig gewachsen. „Ich habe mit 15 Kindern angefangen“, erzählt Philippakis. „Mittlerweile sind rund 150 Kinder in meinen

Kursen.“

Über das große Interesseder Eltern am frühen Zweitspracherwerb ihrer Kinder ist die gebürtige Amerikanerin nicht erstaunt. Viele Eltern wollten ihren Kindern eben Startchancen geben, meint sie. „Je früher man mit einer

Fremdsprache anfängt, desto einfacher ist es für das Kind.“ In deutschen Schulen wird die erste Fremdsprache recht spät gelehrt, kritisiert die Amerikanerin, die selbst drei Kinder hat. „Und dann muss es ganz schnell gehen,dass die Kinder die

Sprache bis zum Ende der Schulzeit beherrschen.“ Genau dieser Vorsprung wird vielen Eltern in Deutschland immer wichtiger. Ihre Kinder sollen in der globalisierten Welt erfolgreich seinund dazu müssen sie Fremdsprachen

beherrschen. Die Angst, dass die eigenen Kinder später zu den Bildungsverlierern gehören und keine Aussichten auf einen gut bezahlten Job haben, ist groß. Also wird von klein auf trainiert und gefördert.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2014 по немецкому языку.

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Задание 18 № 626

Ein Feedback zu den Studienleistungen …

 

1) ist zum Glück von allen Professoren zu bekommen.

2) kriegt man nicht von den Lehrenden.

3) ist eine Selbstverständlichkeit.

4) erhält man nicht von allen Dozenten.


Nützliche Tipps von Ursel Sickendiek

 

Fast alle Hochschullehrer und Dozenten haben eine oder zwei Stunden Sprechzeit pro Woche, in denen sie sich Zeit für die Anliegen der Studierenden nehmen. Die Termine finden während des Semesters an einem festen Tag in der Woche statt und werden an den Schwarzen Brettern in den jeweiligen Fachbereichen bekannt gegeben.

Als Studierende habt ihr ein Anrecht auf Sprechstunden zu den Lehrveranstaltungen und darauf, Auskunft und angemessene Hilfen zu euren Fragen dazu zu bekommen. Das trifft auch zu, wenn der Professor oder die Professorin eine berühmte Koryphäe ist. Damit die Sprechstunden möglichst reibungslos und effizient verlaufen, solltet ihr folgende Spielregeln beachten... Stellt euch kurz mit Namen, Studienfach und Semesterzahl vor, und erklärt kurz, aus welcher Lehrveranstaltung ihr kommt. Seid nicht enttäuscht, wenn euer Prof euch nicht auf Anhieb aus dem Seminar wiedererkennt. Ihr seid nun mal nicht seine einzigen Studenten.

Orientiert euch daran, wie die Anrede in der Lehrveranstaltung geschieht. Wenn der Dozent oder die Dozentin euch mit „Sie“ anspricht, bitte in der Sprechstunde ebenfalls siezen!

Zu Studienbeginn ist man manchmal unsicher, was man fragen darf. Das kann dazu führen, dass man wichtige Fragen erst gar nicht stellt - was schade ist. Ein guter Weg, solche Hemmschwellen abzubauen: Sprecht eure Unsicherheit einfach an, zum Beispiel indem ihr sagt: „Ich bin im ersten Semester und weiß nicht, ob...“

Überlegt euch vorher genau, welche Fragen ihr klären wollt und schreibt sie euch auf. Das erspart euch, Termine wiederholen zu müssen, weil ihr etwas Wichtiges vergessen habt. Fragen, die immer wieder anfallen, sind zum Beispiel: „Kann ich die Hausarbeit zum Thema X schreiben?“, „Welche Literatur sollte ich unbedingt lesen?“, „Gibt es Beispielaufgaben, mit denen ich üben könnte?“

Sprechstunden sind dazu da, dass ihr Antworten auf eure Fragen erhaltet, die euch weiterbringen. Sollte eine Antwort unklar ausfallen, heißt das für euch: Besser noch mal weitere Frage stellen! Wenn ihr zum Beispiel auf die Frage nach empfehlenswerter Literatur nur zu hören bekommt: „Dazu gibt es Literaturliste!“, solltet ihr nachfragen, welche Texte besonders gut für euer Thema geeignet sind. Für alle Anliegen gilt: Lieber einmal zu viel nachfragen als einmal zu wenig! Unterlassenes Fragen kann zu viel Frustration führen.

Bei Lehrenden mit vielen Pflichtveranstaltungen sind die Sprechstunden oft aktiv besucht, und es kann passieren, dass sich eine Warteschlange vor der Tür bildet. Anstatt dann frustriert wegzugehen, solltet ihr im zuständigen Sekretariat nachfragen, ob alle Wartenden ein Gespräch bekommen. Zur Not könnt ihr bei der Sekretärin eine Anfrage hinterlassen oder euch per E-Mail bei den Lehrenden melden. Ihr solltet auf jeden Fall euer Recht auf gute Beratung in Anspruch nehmen. Denn das hilft euch, gut durchs Studium zu kommen.

Leider geben nicht alle Lehrenden Rückmeldungen auf Studienleistungen. Deshalb: Wenn eine Dozentin oder ein Dozent eine Rückmeldung anbietet, solltet ihr diese Chance auf jeden Fall nutzen. In einem persönlichen Gespräch zu einer Hausarbeit oder einer Nachbesprechung eines Referates kann man oft Wichtiges lernen, gerade auch wenn der eine oder andere negative Kritikpunkt dabei ist. Schließlich lernt man aus Fehlern.

Источник: МИОО: Ди­а­гно­сти­че­ская работа по не­мец­ко­му языку 03.03.2014 ва­ри­ант НЯ10201.

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Задание 18 № 672

Eine besondere Freude bereitet den Mädchen …

 

1) die kommende Winterfeier.

2) der Klavier- und Kochunterricht.

3) das Singen der Schulhymne.

4) die Weihnachtsfeier mit den Jungen.


Kadettenschülerinnen von Moskau: Im Gleichschritt, marsch!

 

Sie sind zwischen elf und 16 Jahre alt, kommen aus ganz Russland, können nähen, kochen, tanzen – und schießen: Die Mädchen einer Kadettenanstalt im russischen Moskau lernen Manieren, Parieren und Marschieren.

Die Mädchen stehen in einer Reihe. Konzentrieren sich. Kneifen ein Auge zusammen. Die Pistolen halten sie fest in den Händen. Noch einmal atmen sie durch, dann drücken sie ab. Die Kugeln zischen aus den Pistolenläufen und bohren sich nur ein Sekundenbruchteil später in die winzigen Zielscheiben ein paar Meter entfernt. Der Lehrer ist zufrieden. Gute Schützinnen sind an der Kadettenanstalt in Russlands Hauptstadt Moskau schließlich gefragt! Rund 300 Mädchen zwischen elf und 16 Jahren gehen dort zur Schule. Einerseits, um später im Militär dienen zu können. Andererseits, um „gute Hausfrauen“ zu werden. Der Alltag der Mädchen ist streng geregelt. Um sieben Uhr in der Früh heißt es für die Kadettinnen: aufstehen! Betten machen! Haare flechten! Uniform anlegen! Und schließlich: Frühstück! Frühsport! Schulunterricht! Natürlich stehen dann Mathe, Fremdsprachen und Literatur auf dem Stundenplan. Aber eben auch Schießen, Waffenkunde und Kriegsführung.

Ehemalige Soldaten erklären den Schülerinnen etwa, wie während des Zweiten Weltkrieges die Truppen erfolgreich geführt wurden. Die Mädchen schieben dabei kleine Figuren über Landkarten und versuchen auf diese Weise, die Strategien von Angriff und Verteidigung zu verstehen. In Waffenkunde lernen sie wiederum, Schusswaffen zu unterscheiden. Die meisten Schülerinnen brauchen nur Sekunden, um etwa ein Maschinengewehr in seine Einzelteile zu zerlegen und wieder zusammenzubauen. „Am Telefon erzähle ich meinen Eltern jeden Tag, welche Waffen ich neu kennengelernt habe“, erzählt die zwölfjährige Lena.

Für uns mag all das befremdlich, sogar abstoßend klingen. Lena und die anderen Mädchen kennen das Leben nicht anders. Denn die meisten von ihnen stammen aus Militärfamilien. Ihre Väter sind zum Beispiel Offiziere und stolz darauf, dass ihre Töchter in die Kadettenanstalt gehen, dort Manieren, Parieren und Marschieren lernen. Einmal im Jahr tun die Mädchen das sogar auf dem Roten Platz im Zentrum von Moskau, bei einer großen, feierlichen Parade. Dafür üben sie das Strammstehen. Und den Gleichschritt: eins, zwei, eins, zwei… Dann wieder das Strammstehen. Und noch mal den Gleichschritt: eins, zwei, eins, zwei… „Ich liebe es zu marschieren und bin so stolz, wenn wir alle Schulter an Schulter wie ein großes Ganzes laufen“, sagt Lenas Kameradin Alyona. Und auch noch: „Ich bin bereit, für Russland zu sterben.“ Das ist ein harter Satz, vor allem für eine 13-Jährige.

Doch diesen Nationalstolz bekommen die Mädchen vom ersten Schultag an eingeimpft. Übersetzt lautet der Text ihrer Schulhymne etwa: „Jetzt ist Frieden, aber wir sind immer bereit, die Großtaten unserer Väter und Mütter zu wiederholen. Und wenn sie uns rufen, dann werden wir ehrlich unserer Heimat

dienen.“ Wie viel friedlicher wirkt da doch der „Hausfrauenunterricht“ der Schule, immer am Nachmittag. Nähen, Kochen und Tanzen stehen auf dem Programm, außerdem Klavierspielen und Frisuren-Stecken. Letzteres üben die Mädchen vor allem für den großen Winterball kurz nach Weihnachten. Darauf freuen sie sich sehr. An diesem Tag tauschen sie ihre Uniformen gegen lange, weiße, schicke Kleider und feiern mit den Jungen der benachbarten Kadettenanstalt.

Strammstehen? Gleichschritt? Marsch? Nicht an diesem Abend!

Источник: МИОО: Ди­а­гно­сти­че­ская ра­бо­та по не­мец­ко­му языку 16.12.2013 ва­ри­ант НЯ10101.

7262


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Задание 18 № 718

Dass die Kindererziehung in Deutschland so ist, wie sie ist, liegt daran, dass …

 

1) die Welt der Erwachsenen nur mit Stress assoziiert wird.

2) Kinder früh mit dem Erwachsenenleben konfrontiert werden.

3) man die kindliche Sphäre nicht schützt.

4) Eltern meist disharmonische Beziehungen haben.


Brave Kinder, arbeitende Mütter, bessere Kitas

 

Seit Jahren wird deutschen Eltern weisgemacht, dass die Franzosen beim Kinderkriegen und Kindererziehen einfach besser dastehen. Die Geburtenrate ist viel höher, die Kinder erhalten früher einen Krippen- oder Kitaplatz, und die lieben Kleinen wissen sich im Restaurant zu benehmen. Während in Deutschland die Medien über “Tyrannenkinder” und “Monsterkinder” berichten. Sicher, in Frankreich gibt es auch den Begriff “enfant roi”, das Kind als König, aber er hat nicht die gleiche Bedeutung.

Im Frühjahr hat das Buch der amerikanischen Journalistin Pamela Druckerman “Warum französische Kinder keine Nervensägen sind” auch in Deutschland Wellen geschlagen. In diesem Werk wurden der amerikanische und der französische Erziehungsstil miteinander verglichen. Nicht selten, meinen deutsche Leser, lasse sich das Wort amerikanisch durch deutsch ersetzen. Deutsche Kinder bringen auch mehr Pfunde auf die Waage als französische, haben weniger Geschwister und halten ihre Mütter länger zu Hause am Herd. Vor allem aber dominieren sie das Familienleben viel stärker als in Frankreich.

Alle nach Frankreich ausgewanderten Deutschen, ob Gutverdiener oder Geringverdiener, ob in der Metropole oder auf dem Land zu Hause, sind sich darüber erschreckend einig, dass französische Kinder bessere Manieren haben, höflicher sind, ihre Eltern weniger oft unterbrechen, sich länger mit sich selbst beschäftigen können und als Teenager sogar in der Lage sind, Besuch der Eltern mit mehr als einem mauligen “Hi” zu begrüßen. Und das alles ist möglich ohne besonders autoritäre Erziehungsmaßnahmen, die auch in Frankreich weitgehend verpönt sind seit der Siebziger-Jahre-Pädagogik der immer noch extrem populären Françoise Dolto. Der französische Kernpunkt: Warten lernen, Frustrationstoleranz entwickeln, die Bedürfnisse der Kinder nicht grundsätzlich über alle Bedürfnisse der Eltern zu stellen.

Französische Mütter springen auf dem Spielplatz nicht sofort in kampfesbereiter Verteidigungshaltung auf, wenn Sandkasten-Streitereien drohen, sondern sind in der Lage, eine Zeitung zu lesen oder ein halbwegs vernünftiges Gespräch miteinander zu führen. Ehepartner erklären ihren Kindern, dass sie morgens erst das elterliche Schlafzimmer betreten dürfen, wenn die Eltern die Tür geöffnet haben. Jeder, der mal in Frankreich Urlaub gemacht hat, wird sich über die friedlich mit ihren Eltern im Restaurant essenden Kinder gewundert haben. Kinder, die von Anfang an lernen, dass es nicht immer eine Extrawurst für sie gibt, essen erstaunlicherweise einigermaßen normal mit ihren Eltern mit. In französischen Restaurants gibt es nicht einmal spezielle Kindergerichte.

In Deutschland meinen viele Eltern, die kindliche Welt müsse die Welt der Erwachsenen ersetzen – und nicht parallel neben ihr existieren. Eigentlich wollen Kinder ja das Leben der Erwachsenen kennen lernen, sie wollen groß werden und lieben es, die Erwachsenen zu kopieren. Aber viele Eltern scheinen sich aus dem Stress und Frust, den das Erwachsenenleben so mit sich bringt, in die Welt ihrer Kinder wie in eine Oase zu flüchten, sich selbst infantilisieren, eigentlich aus ihrem eigenen Leben fliehen zu wollen. Die kindliche Sphäre wird als erstrebenswerte Gegenwelt zur als unübersichtlich und disharmonisch erlebten Welt der Erwachsenen begriffen — und als solche konserviert.

Источник: ЕГЭ по не­мец­ко­му языку 24.04.2014. До­сроч­ная волна. Ва­ри­ант 1.

8241


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Задание 18 № 764

Man kann sich auf erneuerbare Energien noch nicht völlig verlassen, weil man …

 

1) dazu Wasser zerlegen sollte.

2) neue Stoffe braucht.

3) viele Experimente aufgegeben hat.

4) noch sehr viele Experimente durchführen muss.


Blase, Wind, blase!

 

Die rote Sonne ist seit mehr als dreißig Jahren das Symbol der Atomkraftgegner. Ihr langes Warten hat sich gelohnt. Kurz vor der Sommerpause hat der Bundestag mit großer Mehrheit die “Energiewende” beschlossen: eine Reihe von Gesetzen, wonach es in Deutschland bereits in elf Jahren keinen Strom mehr aus Atomkraftwerken geben soll — vor allem, weil es sehr gefährlich werden kann, wenn in einem solchen Kraftwerk ein Unfall passiert. Aber woher soll der Strom stattdessen kommen?

Im besten Fall aus natürlichen Quellen, die nicht aufgebraucht werden, aus “erneuerbaren” Energien. So wie eben die Sonne eine ist. Aus ihrem Licht lässt sich mithilfe von Solarzellen ja auch Strom gewinnen. Allerdings nicht genug, um 17 Atomkraftwerke aufzuwiegen. Dafür gibt es in Deutschland einfach zu wenig Sonnenschein. Außerdem können selbst modernste Solarzellen immer nur einen kleinen Teil der Lichtenergie in Strom umwandeln.

Der meiste Strom soll nach den Plänen der Regierung aber bald aus Windkraft stammen. An den Küsten in Norddeutschland weht der Wind stark genug, um Tausende Windräder anzutreiben. Sie erzeugen weder Abgase noch gefährliche Strahlung, außerdem ist Wind eine unerschöpfliche Quelle. Gäbe es nicht ein paar Haken. Zum Beispiel haben viele Menschen, die in Norddeutschland wohnen, etwas gegen Windräder. “Sie verspargeln die Landschaft”, sagen sie, außerdem seien sie zu laut. Um sich Ärger zu ersparen, wollen die Stromkonzerne aufs Meer ausweichen und ganze Felder von Windrädern in die Nord- und Ostsee pflanzen. “Offshore” sagt man dazu, das bedeutet weit weg von der Küste.

Ein Offshore-Windrad ist über hundert Meter hoch und tonnenschwer. Um es im Meer aufzubauen, braucht man jede Menge technisches Gerät, große Transportschiffe, Kräne und Bohrer. Diese Technik kostet sehr viel Geld. Ein Problem sind auch die Stromkabel. Sie müssen von den Windrädern durchs Meer an die Küsten gelegt werden — und danach noch durchs ganze Land. Denn der Windstrom aus dem Norden Deutschlands wird ja auch in Süddeutschland benötigt. Damit er dorthin fließen kann, muss das Leitungsnetz erneuert und ausgebaut werden.

Weil der Ausbau der Windenergie so teuer ist, haben viele Leute Angst, dass der Strom bald viel mehr Geld kostet. Die Regierung hat aber schon versprochen, den Stromkonzernen Geld zu geben, um Offshore-Windparks zu bauen. Dann müssen die sich nicht alles von ihren Stromkunden zurückholen.

Daneben wird noch eine Menge anderer Energiequellen erforscht. Zum Beispiel arbeiten Physiker daran, nicht nur die Energie aus den Sonnenstrahlen zu nutzen. Sondern sie wollen den Prozess nachahmen, der auf der Sonne abläuft — und damit praktisch selbst Sonnenstrahlen erzeugen. In Frankreich entsteht eine riesige Testanlage, bisher benötigt die aber leider viel mehr Energie, als sie erzeugt.

Eine andere Idee ist, das Sonnenlicht zu nutzen, um Wassermoleküle zu spalten. Daran arbeiten zum Beispiel Forscher in Rostock. Wenn man Wasser zerlegt, erhält man Sauerstoff und Wasserstoff. Wasserstoff wiederum ist nützlich, weil man damit Brennstoffzellen betreiben kann, die Strom erzeugen. Für die Wasserspaltung braucht man aber einen “Vermittler”, der die Sonnenenergie aufnimmt und auf die einzelnen Wassermoleküle überträgt. So ein Stoff ist noch nicht gefunden. Bis wir uns ganz auf erneuerbare Energien verlassen können, ist also noch viel zu tun.

Источник: ЕГЭ по не­мец­ко­му языку 24.04.2014. До­сроч­ная волна. Ва­ри­ант 2.

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Задание 18 № 1176

Der Französisch-Sprachkurs …

 

1) war ein Misserfolg.

2) brachte nur wenige Einnahmen.

3) hatte eine große Nachfrage.

4) war dem Englisch-Sprachkurs ähnlich.


Lebendige Sprache

 

Wer kennt sie nicht, die gelb-blauen Wörterbücher aus dem Verlagshaus Langenscheidt. Der Erfinder dieser Nachschlagewerke ist Gustav Langenscheidt, der am 21. Oktober 179 Jahre alt geworden wäre. Mit seiner Lautschrift und seinen Wörterbüchern revolutionierte er den Fremdsprachenunterricht und schuf die Grundlagen für eines der erfolgreichsten Familienunternehmen in Deutschland. Völkerverständigung bedeutet, miteinander reden zu können. Noch im 19. Jahrhundert fehlten dafür die notwendigen Voraussetzungen.

Fremdsprachenkenntnisse waren ein Privileg des Bürgertums. Doch der Sprachunterricht damals war nicht effektiv. Diese Erfahrung machte auch Gustav Langenscheidt während einer Bildungsreise durch Europa. Er erkannte, dass es im Sprachunterricht zu wenig Sprachpraxis gab. Fortan stellte er sich das Ziel, das Sprachenlernen so zu vereinfachen, dass die Kommunikation im Vordergrund steht

und jedermann eine andere Sprache leicht erlernen kann. Der Berliner Gustav Langenscheidt entstammte einer angesehenen

Handwerkerfamilie. Nach dem Abschluss einer kaufmännischen Lehre machte er sich, gerade mal 17-jährig, 1849 von Berlin zu Fuß auf, Europa zu erkunden. Er wanderte, fuhr mit der Postkutsche und dem Schiff. Und egal, wo er war, störte es ihn, dass seine Sprachkenntnisse nicht ausreichten. Sein Schlüsselerlebnis hatte er in London. Erschöpft und müde vom Reisen wollte Langenscheidt ein Hotel zur Übernachtung finden. Stattdessen stieg er aus Versehen in einem zweifelhaften Etablissement ab. „Es ist ein wahrhaft peinliches Gefühl, unter Menschen nicht Mensch zu sein und seine Gedanken nicht austauschen zu können“, schrieb er später in sein Tagebuch. Das peinliche Erlebnis ermunterte ihn dazu, ein neues Lernsystem zu entwickeln, um eine Fremdsprache leichter lernen zu können. Er selbst hatte bemerkt, dass sein Französisch sich verbesserte, wenn er häufig mit Einheimischen sprach. Und das war die Idee: Sprache durch Muttersprachler zu lernen, denn damals übten die Schüler vor allem Grammatik im Unterricht. Um die

Aussprache und Betonung eines Muttersprachlers imitieren zu können, erfand Langenscheidt die erste praktikable Lautschrift. Gemeinsam mit dem französischen Sprachlehrer Charles Toussaint begann Gustav Langenscheidt Wort für Wort die französische Sprache in eine Lautschrift zu übertragen. Der junge Mann arbeitete rastlos die ganze Nacht hindurch. Tagsüber musste er seinen Militärdienst absolvieren. 1856 legte Gustav Langenscheidt sein Manuskript „Brieflicher Sprach- und Sprechunterricht für das Selbststudium der französischen Sprache“ vor. Diese Selbstlernbriefe enthielten eine bahnbrechend neue Lautschrift-Methode, die jedem die Möglichkeit zum Spracherwerb gab. Mit dieser Erfindung wurde Gustav Langenscheidt zum Vater des modernen Sprachkurses. Doch niemand wollte seine Idee unterstützen. Also setzte er das gesamte Vermögen aus dem Familienbetrieb seiner Eltern ein und druckte die ersten Exemplare selbst. Wenig später gründete er seinen eigenen Verlag. Die Französisch-Sprachkurse verkauften sich so gut, dass Langenscheidt bald einen Englisch-Kurs nach dem gleichen Modell entwickelte. Die Menschen konnten Sprachen nun zu Hause lernen. Ganz nach seinem Lebensmotto „Ohne Fleiß kein Preis“ entwickelte und druckte der Unternehmer Enzyklopädien und Wörterbücher. Den Verlag führte sein Sohn Carl weiter. Noch heute befindet sich das Unternehmen in Familienbesitz. Und noch immer kümmern sich die Nachfahren von Gustav Langenscheidt darum, anderen Menschen durch Sprachen neue Welten zu eröffnen.

Источник: СтатГрад: Диагностическая ра­бо­та по не­мец­ко­му языку 15.12.2014 Ва­ри­ант НЯ10101.

12299


18
Задание 18 № 1216

Die mobilen Umweltprojekte haben …

 

1) nur in Deutschland viele Nachfolger gefunden.

2) keine Resonanz gefunden.

3) die Grenzen Deutschlands überschritten.

4) nur in einem einzigen Bundesland Erfolg.


Ökomobil Freiburg

 

Mit diesem fahrbaren Klassenzimmer lässt sich jeder Lebensraum oder verschiedene Pflanzen- und Tiergruppen in der Nähe Ihrer Schule oder Ihrer Gemeinde untersuchen. Schulen, Vereine, Freundeskreise, Alt und Jung können

hier mit fachkundiger Begleitung und mit modernsten Geräten Natur erleben und kennenlernen – für viele der erste Anstoß, selbst aktiv die Natur zu schützen. Die Natur gibt uns den Rahmen für den Aktionstag vor: Wir beobachten gemeinsam das Leben in Wiesen und Wäldern, Gewässern und Feuchtgebieten, Hecken und Heiden...

Wenn Sie es wünschen steht eine bestimmte Tier- oder Pflanzengruppe im Mittelpunkt: Vögel, Spinnen, Insekten, Wassertiere oder die Bewohner der Laubstreu, Bäume, Sträucher oder Frühjahrsblüher im Laubwald... Wir führen aber auch Veranstaltungen zu den unterschiedlichsten Themen des Natur-, Arten- und Biotopschutzes durch, z. B. „ Felsen als Lebensraum“, „Gewässergüte und Gewässerunterhaltung“, „Natura 2000“, „Streuobst“ u.v.m. Allerdings muss ein Ökomobilbesuch gut vorbereitet werden. Wir sind auf Ihre Hilfe angewiesen, da Ihre Ideen und Ihre Vorbereitungen ganz wesentlich für das Gelingen einer

Veranstaltung sind.

Laden Sie das Ökomobil zu einem Naturerlebnistag ein! Kosten entstehen Ihnen dabei keine. Gerne nehmen wir jedoch Spenden (zweckgebunden an die Stiftung Naturschutzfonds) entgegen, um damit unsere eingesetzten Materialien zu erneuern und zu modernisieren. Große Aktualität hat unser seit Jahren bewährtes Programm durch die neuen Bildungspläne gewonnen. Das von Ihnen beantragte Thema für den Ökomobilbesuch kann im Unterricht vor- und nachbereitet werden. Seit Jahren geben wir im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen für Erzieher(innen) und Lehrkräfte unsere Erfahrungen und Methoden weiter. Dies wird gerne und zunehmend nachgefragt.

Im Inneren des Ökomobils finden Sie auf ca. 20m² sechs Tische und Sitzplätze für max. 24 Kinder. Unsere Arbeitsgeräte stehen allen zur Verfügung: Stereolupen, Ferngläser, Sammelausrüstung, Bestimmungsliteratur und chemische Schnelltests bzw. Messgeräte für die wichtigsten Verbindungen. Mit Stereo- und Becherlupen sowie der Projektionsanlage (Mikroskop, Kamera und Flachbildschirm) können wir die kleinsten Tiere beobachten, während uns die Sonne den Strom dazu liefert. Durch den Einsatz des Ökomobils in der Natur vor Ort, d.h. in der eigenen Heimat, tragen wir dazu bei, dass ein Verantwortungsgefühl für die Pflanzen und Tiere unserer Landschaft entstehen kann. Dies wird unterstützt durch gemeinsame Pflegeeinsätze in geschützten Biotopen.

Unsere Terminvergabe erfolgt nur nach schriftlicher Anfrage nach folgenden Kriterien: Termine, die im ersten Halbjahr bis zu den Sommerferien stattfinden sollen, werden im Januar, spätestens Anfang Februar vergeben. Termine, die im zweiten Halbjahr nach den Sommerferien stattfinden sollen, werden nach den Pfingstferien vergeben, dann werden ebenfalls die Absagen verschickt. Termine, die in den Sommerferien stattfinden, werden nach den Osterferien bestätigt oder abgesagt. Diese Zeitpunkte sind Richtwerte, die sich auch um 1-2 Wochen verschieben können.

1987 hat die staatliche Naturschutzverwaltung Baden-Württemberg – erstmals in Deutschland – diese Form außerschulischer Umweltbildung auf den Weg gebracht und lieferte damit ein Vorbild für zahlreiche weitere mobile Umweltprojekte (Stuttgart, Tübingen, Karlsruhe) nicht nur innerhalb, sondern außerhalb Deutschlands.

Источник: СтатГрад: Ди­а­гно­сти­че­ская ра­бо­та 16.03.2015 Ва­ри­ант НЯ10201.

13639


19
Задание 18 № 1260

Für Gesundheits-Chauvinismus gibt es jedenfalls keinen Grund, …

 

1) weil der Erreger sich nicht ungehindert verbreiten kann.

2) sodass man nur Hochmut und weniger Demut haben muss.

3) aber es geschieht immer, was eigentlich nicht hätte vorkommen dürfen.

4) man muss einfach Demut im Umgang mit Ebola-Virus haben.


Ernstfall Ebola

 

Gesundheitsminister Hermann Gröhe gibt sich angesichts der Bedrohung durch Ebola ungerührt. “Durch das hervorragende Gesundheitssystem in Deutschland besteht für die Bürgerinnen und Bürger kein Anlass zur Sorge.”

Jenseits des Atlantiks machte der amerikanische Präsident Barack Obama Ebola zur Chefsache. Er versprach 500 Millionen Dollar für Westafrika und ließ die Kontrollen an den heimischen Flughäfen noch einmal verschärfen, nachdem ein erkrankter Liberianer in Dallas zunächst von einem Krankenhaus zurückgewiesen worden war und später eine Krankenschwester mit dem hochgefährlichen Virus angesteckt hatte. Reagieren Briten und Amerikaner hysterisch und die für ihre German angst berüchtigten Deutschen besonnen?

Das wäre ja mal was.

Das Mantra der deutschen Gesundheitsbehörden und Politiker war bislang: “Unser Gesundheitssystem ist gegen das Virus gut gerüstet”, Mit Schutzkleidung und unseren ausreichenden Kapazitäten auf Isolierstationen lässt sich eine Ausbreitung des Virus verhindern“ und ansonsten bitte “Keine Panik”.

Immer wieder hat sich das Ebola-Virus anders verhalten als erwartet. Früher galt die Regel, dass extrem tödliche Viren über den Ort des ersten Ausbruchs nicht hinauskommen. Westafrika belegt inzwischen das Gegenteil. Dann hieß es, schuld an der Verbreitung seien nur afrikanische (Un-)Sitten und Gebräuche. Eine sehr kolonialistische Sichtweise, die das Problem mental auf sicherer Distanz hielt und

auf eine afrikanische Angelegenheit reduzierte.

Was, wenn der erste Patient nicht gleich vom Flughafen aus seinen Weg in eines der 50 Isolierbetten findet, sondern in ein normales Krankenhaus oder in eine schlichte Hausarztpraxis? Das medizinische Personal an deutschen Krankenhäusern ist an vielen Orten überlastet. Darüber hinaus taten sich die Mediziner lange Zeit schwer damit, die Hygieneregeln einzuhalten, das förderte die Verbreitung antibiotikaresistenter Keime in deutschen Krankenhäusern. Die Erfahrung zeigt, dass Ärzte, Schwestern und Pfleger die angemessenen Prozeduren mitunter vergessen. Das Personal in normalen Krankenhäusern braucht jetzt Auffrischkurse im Umgang mit ansteckenden Patienten.

Eine mögliche Schwachstelle ist der Übergang von der ambulanten Krankenversorgung bei den Hausärzten hin zur stationären Behandlung. Viele deutsche Hausärzte bilden sich regelmäßig fort und werden sich vielleicht sogar schon auf den Fall vorbereitet haben, dass ein Patient mit entsprechender Vorgeschichte – Ankunft aus Westafrika oder Kontakt zu einem Ebola-Kranken – vor ihnen sitzt. Aber es gibt auch niedergelassene Ärzte, die nicht so aktiv sind.

Auf dem Papier ist Deutschland gut gerüstet. Keinesfalls aber ist dadurch schon gesichert, dass in der Praxis alles reibungslos abläuft. Was geschieht eigentlich, wenn die 50 Betten auf den Isolierstationen voll belegt sind? Katastrophenschutz und Gesundheit sind Ländersache, und der neue Ebola-Beauftragte der Bundesregierung, Walter Lindner, koordiniert zurzeit vor allem die Hilfe für Westafrika.

Immer wieder geschieht etwas, was eigentlich nicht hätte vorkommen dürfen. Für Gesundheits-Chauvinismus gibt es jedenfalls keinen Grund. Im Umgang mit dem Ebola-Virus ist etwas weniger Hochmut und etwas mehr Demut angebracht – damit der Erreger sich nicht wie in Westafrika ungehindert verbreiten kann.

Источник: ЕГЭ 05.05.2015. Досрочная волна.

14645


20
Задание 18 № 1300

Die Tochter von Andreas Setzepfandt lernt eine Fremdsprache im Kindergarten, …

1) weil das wichtig für ihre Zukunft ist.

2) weil das immer sein Wunsch war.

3) denn das ist in Russland zurzeit in.

4) denn das ermutigt sie zum Lernen.


Für Job und Kultur: Moskauer Gespräch zur Zweisprachigkeit

Die Tochter von Andreas Setzepfandt hat ihrem Papa etwas voraus: Sie wächst zweisprachig auf. Denn der Vater spricht mit ihr Deutsch, die Mutter dagegen Russisch. Damit ist die Kleine kein Ausnahmefall in der deutschsprachigen Gemeinde in Moskau. Einer von mehreren Gründen, das Thema Zweisprachigkeit beim jüngsten Moskauer Gespräch aufzugreifen. Dabei ging es nicht nur um die “angeborene” zweite Sprache, sondern auch generell um die Mehrsprachigkeit in der heutigen Welt.

Nun war Andreas Setzepfandt nicht nur wegen seiner Tochter auf das Podium geladen worden. Der 44-Jährige ist Vize-Generaldirektor von Burda in Russland und konnte zum Thema Sprache und Berufswelt genug erzählen: Mit seinen Mitarbeitern im Büro spreche er Russisch, sagte er. In großen Konzernen sei das Englische die vorherrschende Sprache. “Schlechtes Englisch sprechen alle gut.” Trotzdem schade es in einem deutschstämmigen Unternehmen nicht, Deutsch zu können.

Aber auch die Sparte sei entscheidend, ob eine zweite Sprache hilft, die Karriereleiter hoch zu klettern, sagte Setzepfandt: In der IT laufe fast alles auf Englisch. Allerdings würde es einem russischen Lagerarbeiter nichts nützen, perfekt Deutsch zu sprechen. “Fach- und Sprachkenntnisse müssen zusammenpassen”, so der Verlagsmanager. Wenn der Lagerarbeiter also noch was von Logistikmanagment versteht, kann er die zweite Sprache im Beruf verwenden.

Nun müssen die meisten Menschen Fremdsprachen als Jugendlicher oder Erwachsener lernen. In Russland steht Englisch schon seit langer Zeit an erster Stelle, so Pawel Chromenkow, der Rektor der Universität des Moskauer Gebietes. Erst dann kommt Deutsch. Die Zahl derjenigen, die Deutsch lernen, sei sogar gesunken. Seine eigene Universität versuche gegenzusteuern: Unter anderem mit dem Projekt “Lebendige Sprache”, bei dem sie den Interessierten die Möglichkeit gibt, Deutschland kennenzulernen. “Der Anteil derjenigen, die Deutsch lernen, stieg danach, was uns auch gefreut hat. Landesweit sind es 15 bis 20 Prozent der Jugendlichen, im Moskauer Gebiet liegt die Zahl der Deutschlernenden etwas höher – um die 27 Prozent”, sagte der Rektor.

Englisch sei ein “Werkzeug für den Beruf” geworden, so Chromenkow. Das muss allerdings nicht heißen, dass man sich verstärkt in die englischsprachige Kultur hineinvertieft. Sprache und Kultur gehören dagegen für Karoline Gil, Bereichsleiterin Integration und Medien beim Institut für Auslandsbeziehungen, beide dazu. “Die Zweisprachigkeit gewährt den Zugang zu einer zweiten Kultur.” Es habe positive Auswirkungen, wenn man zwei oder mehr Sprachen beherrsche. Studien hätten gezeigt, dass man dann im hohen Alter geistig fitter sei. Die große Euphorie der 1990er Jahre, in der Kinder unbedingt eine zweite Sprache lernen sollten, sei aber verflogen. Trotzdem sei das Lernen einer Sprache schon im Kindergarten immer noch im Trend.

Das gilt auch für Russland: Die Tochter von Andreas Setzepfandt plaudert ihrem Vater bereits auf Französisch vor, wie er erzählte. Allerdings, was sie sage, wisse sie nicht. “Aber der Unterricht im Kindergarten ermutigt Kinder, eine zusätzliche Sprache zu probieren”, so der stolze Papa, der das Fazit zog: “Der Zweisprachigkeit gehört die Zukunft.”

Источник: Де­мон­стра­ци­он­ная вер­сия ЕГЭ—2016 по не­мец­ко­му языку.

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21
Задание 18 № 1385

Was bietet die Seite „Planet Schule“ den Nutzern?

 

1) Dossiers zum Thema Flüchtlinge.

2) Initiativen der Flüchtlingsarbeit.

3) Geschichten über Tiba und ihre Familie.

4) Interaktive Spiele und Arbeitsblätter.


Willkommenskultur mit der „Maus“

Einschlägige Fans kennen und lieben dieses Ritual: Zu Beginn jeder „Sendung mit der Maus“ erzählt ein Sprecher, was die nächsten dreißig Minuten bringen werden; und dann gibt es die Inhaltsangabe ein zweites Mal, allerdings auf „ausländisch“. Die Redaktion wollte so ab 1973 die sogenannten Gastarbeiterkinder ansprechen. Außerdem sollten deutsche Kinder hören, wie andere Sprachen klingen. Seither ist der Vorspann in mehr als hundert Sprachen und Dialekten gesendet worden. Welche Sendung wäre also besser geeignet, ihren Anteil zur Integration von Flüchtlingskindern beizutragen? Deshalb hat der WDR die „Maus“-Website um die Rubrik „Maus international“ erweitert. Hier gibt es einzelne Beiträge oder ganze Sendungen auf Arabisch, Kurdisch, Dari (Afghanistan) und Englisch. Geplante weitere Sprachen sind Romani und Französisch. Die Seite bietet komplette Sendungen sowie eine kunterbunte Mischung aus den Lach- und Sachgeschichten.

Der konkrete Nutzen hält sich auf den ersten Blick in Grenzen: Die Antworten auf Fragen wie jene, warum der Igel Stacheln hat, werden den kleinen Arabern, Kurden und Afghanen zunächst nicht helfen, die Herausforderungen ihres neuen Lebens zu bewältigen. Alles andere würde aber auch der „Maus“-Philosophie widersprechen: Die Sendung will ihre Zielgruppe in erster Linie unterhalten, Lerneffekte sollen nebenbei entstehen.

Vor diesem Hintergrund sei auch das ständig erweiterte Internet-Angebot für Flüchtlingskinder und ihre Familien entstanden, teilt die Redaktion mit: Die Website soll „Kindern, die neu in Deutschland ankommen, eine Möglichkeit geben, sich schneller in der deutschen Kultur zurechtzufinden und mit den Clips der Maus und den Lach- und Sachgeschichten auch einfach mal lachen dürfen. Wenn das ein kleiner Beitrag sein sollte, ihnen den Einstieg in die neue Sprache zu erleichtern: um so besser.“

Das Leben anderer Kulturen ist ohnehin regelmäßig Thema in der „Sendung mit der Maus“. Es gab bereits Spezialausgaben zu Ländern wie Türkei, Griechenland, Indien, Südafrika und Brasilien. Außerdem begleitet der „Maus“-Veteran Christoph Biemann schon seit einiger Zeit das syrische Flüchtlingsmädchen Tiba und seine Familie. Die daraus entstehenden Filme sind immer wieder in der „Maus“ zu sehen.

In Kooperation mit der deutschen Welle kommen schon seit längerer Zeit übersetzte Beiträge aus der Sendung in syrischen Flüchtlingsheimen zum Einsatz. Wie wichtig diese Arbeit ist, hat die Redaktion umgehend erfahren: Schon nach einem Monat gab es über 100 000 Zugriffe auf „Maus international“. Viele ehrenamtliche Helfer in Einrichtungen, heißt es, hätten sich für das Angebot bedankt. Um noch mehr Menschen zu erreichen, hat der WDR die Website mit den Seiten verlinkt, auf denen der Sender Programmangebote für Flüchtlinge bündelt. Zurzeit bereitet das „Maus“-Team ein kindgerechtes Dossier zum Thema Flüchtlinge für die Website vor.

Sehr rührig ist auch „Planet Schule“. Das multimediale Bildungsangebot für Pädagogen und andere Bildungsinteressierte stellt Filme und Arbeitsmaterialien für den Unterricht zur Verfügung; die Arbeit mit Kindern mit Migrationshintergrund hat hier schon seit geraumer Zeit einen besonderen Stellwert. Aus der Kooperation mit Auffangklassen weiß die Redaktion, wie hilfreich dabei der Einsatz von Filmen ist. Die Website bietet didaktische Hinweise, Arbeitsblätter und interaktive Spiele. Gerade die Sprachangebote werden auch von Initiativen der Flüchtlingsarbeit nachgefragt. „Planet Schule“ hat alle entsprechenden Angebote auf einer Schwerpunktseite zusammengefasst, darunter auch „Deutsch mit Socke“.

Источник: СтатГрад: Тренировочная ра­бо­та по не­мец­ко­му языку 11.04.2016 Ва­ри­ант НЯ10101.

22793


22
Задание 18 № 1429

Welche Ziele verfolgt die neue EU-Richtlinie?

 

1) Bis 2016 müssen weltweit die Umweltschutzmaßnahmen eingeleitet werden.

2) Die EU-Mitgliedsstaaten müssen jährlich an den Küsten 6,4 Mill. Tonnen Plastikmüll entsorgen.

3) Alle Länder, die eine Meeresgrenze haben, müssen sich an die EUMeeresstrategie halten.

4) Die EU-Mitgliedsstaate müssen ab 2016 im Rahmen der neuen EUGesetzgebung handeln.


Kunststoff

“Aus der modernen Welt ist Plastik nicht mehr wegzudenken”, sagt Ramón Català vom Institut für Agro-Chemie in Valencia. Seit mehr als 45 Jahren forscht der Wissenschaftler an Kunststoffverpackungen. Mehr als ein Drittel der Kunststoffe in Deutschland werden zu Plastikverpackungen verarbeitet. Ein Viertel der Kunststoffe werden in der Produktion von Haushaltswaren, Möbeln, Medizin oder in der Landwirtschaft benötigt, ein Viertel im Bausektor und ein kleiner Teil in der Automobilindustrie.

Kunststoffe sind künstlich hergestellte Materialen. Die ersten Kunststoffe entstanden, als Mitte des 19. Jahrhunderts Rohstoffe wie Holz oder Metalle immer knapper und damit teurer wurden. Die Bevölkerung wuchs stetig. Viele Forscher suchten damals nach Wegen, wie sie die herkömmlichen Werkstoffe ersetzen könnten, um Alltagsgegenstände günstig herzustellen. 1912 entwickelte der deutsche Chemiker Fritz Klatte ein Verfahren, um einen Kunststoff zu erzeugen, der heute noch im Bausektor genutzt wird: Polyvinylchlorid. Auch Schallplatten bestehen aus Polyvinylchlorid, daher auch die Bezeichnung “Vinyl”.

Die Kunststoffindustrie muss umdenken. Erdöl ist teuer – und es gibt nicht unendlich viel davon. Kunststoffe lassen sich dagegen aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen, etwa aus Soja. Am Institut für Agro-Chemie in Valencia arbeiten Català und seine Kollegen an einem Kunststoff, der aus den Schalen von Krebstieren wie Garnelen gewonnen wird, aus Chitosan. “Dieser Rohstoff ist als Abfallprodukt der Lebensmittelindustrie in Massen vorhanden”, erklärt Català.

Im Vergleich zu Holz oder Metall ist Plastik ein preiswerter Werkstoff. Viele der Kunststoffe schaden aber der Umwelt. Es enthält bis zu 57 Prozent Chlor. Verbrennt es, entstehen hochgiftige Chlorverbindungen und Säure. Die Schadstoffe zu entsorgen, ist sehr aufwändig und teuer. Gerät das Plastik in die Umwelt, braucht es viele Jahre, bis es vollständig zersetzt ist. Alleine in den Weltmeeren schlummern mehr als 100 Millionen Tonnen Plastik. Chemikalien, die der Gesundheit schaden, lösen sich.

70 Prozent des Mülls sinken im Meer zu Boden. In den Meeren hält sich Plastik oft mehrere Jahrhunderte. Einen Teil des Unrats schwemmen die Wellen an die Strände. Das restliche Drittel treiben Wind und Meeresströmung Hunderte von Kilometern durch die Ozeane. 267 verschiedene marine Arten leiden unter dem Plastikmüll im Meer, heißt es im Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen.

Umweltschutzorganisationen und Verbände versuchen seit Jahrzehnten mit Strandsäuberungsaktionen das Bewusstsein der Bevölkerung zu stärken und die Bevölkerung für die Müllproblematik zu sensibilisieren. Doch das allein reicht nicht aus: Richtlinien und Gesetze müssen her, um die Natur vor dem Müll zu schützen. Erst seit 2010 gebe es eine Gesetzgebung, um das Ökosystem Meer zu schützen und dieses wieder aufzubauen: In einer neuen EU-Richtlinie wird der Müll in den Ozeanen erstmals explizit als Umweltgefahr eingestuft: Die Mitgliedsstaaten sollen künftig den Müll so weit reduzieren, dass er weder im Wasser noch an den Küsten Schaden anrichtet. Denn jedes Jahr landen etwa 6,4 Millionen Tonnen Plastik im Meer. Die EU-Mitgliedstaaten werden im Rahmen der neuen EU-Gesetzgebung handeln müssen. Bis 2016 noch haben sie Zeit geeignete Maßnahmen einzuleiten – und den Plastikmüll im Meer zu reduzieren.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. До­сроч­ная волна

23616


23
Задание 18 № 1477

Der Unterschied zwischen dem aktuellen und dem früheren Tagesablauf Tamaras besteht darin, dass …

 

1) sie nur unkomplizierte Aufgaben erledigen soll.

2) die Kunden glücklich über ihre Arbeit sind.

3) sie ihn nicht mehr planen muss.

4) er ihr viel mehr Spaß bringt.


Aus dem Klassenzimmer in den Haarsalon

Nicht alle Studenten finden auf der Universität das, was sie suchen. Viele entdecken ihre berufliche Zukunft im Handwerk, zum Beispiel im Friseursalon. Tamara Gundlach ist Auszubildende im ersten Lehrjahr und legt an diesem Morgen eine neue Kundenkartei an. Seit Juni hat sie die Lehrstelle, seit einem Jahr das Abitur und seit März keinen Studienplatz mehr.

Vor etwas mehr als einem Jahr musste sich Tamara Gundlach entscheiden: Wie soll es nach dem Abitur weitergehen? Oder vielmehr: Was soll sie studieren?

“Ich hatte damals den Gedanken: Ich habe Abitur, also muss ich auch an die Uni”, berichtet sie, während sie der Kundin eine weißliche Masse auf die Haare aufträgt. Gundlach wollte seit ihrer Kindheit Grundschullehrerin werden, doch ihr Notenschnitt war nicht gut genug, um sich um einen Studienplatz gerade im Grundschullehramt zu bewerben. Im Losverfahren bekam sie dann einen Studienplatz für das Lehramt an Gymnasien in Frankfurt, mit der Fächerkombination Politik, Wirtschaft, Philosophie.

Doch der anfängliche Plan, nach fünf Semestern dann doch ins Studium für Grundschullehramt zu wechseln, wurde schnell von dem Gefühl der Motivationslosigkeit abgelöst, wie sie heute sagt. Ihren Studienalltag inmitten Hunderter Studenten selbst zu organisieren hat sie überanstrengt: “Zu unpersönlich, zu unkreativ, zu theoretisch”, so fasst die 20 Jahre alte Studienabbrecherin ihre Schwierigkeiten mit der Uni zusammen.

Für junge Frauen und Männer mit genau solchen Erfahrungen hat die Handwerkskammer Frankfurt/Rhein-Main das Projekt Yourpush aufgelegt. Die Kammer will dabei helfen, Studenten, die sich umorientieren wollen, mit Betrieben in Kontakt zu bringen. Tamara Gundlach braucht diese Hilfe nicht mehr. Die Masse auf dem Kopf der Kundin muss einwirken. “Thommy, können Sie einmal schauen?”, fragt Gundlach ihren Ausbilder. Das mag sie besonders an ihrer Arbeit: Sie sieht sofort ein Ergebnis, bekommt eine Rückmeldung vom Chef und macht bei guter Arbeit einen Kunden froh. Ihr Ausbilder ist recht zufrieden mit ihrer ersten Blondierung. Er rät ihr nur, die Haare noch etwas auseinanderzuziehen, damit sich die Wärme nicht staut.

Es ist der 25.März 2015, als Tamara Gundlach beschließt, ihr Studium zu beenden. Ein Mittwoch. Sie hat gerade eine Freundin von deren letzter Abiturprüfung abgeholt, will mit ihr feiern. Da klingelt ihr Handy, eine E-Mail: Die Prüfungsergebnisse für Bildungswissenschaften sind gerade auf der Webseite der Universität veröffentlicht worden. Die Prüfung, die den Grundstein zum Lehrerberuf bildet. Das Fach, das sie spätestens beim zweiten Versuch bestehen muss, um in Hessen unterrichten zu dürfen. Durchgefallen!

Der erste Impuls sind Tränen, der zweite ist der Wunsch, nach Hause zu den Eltern zu fahren. Mit ihnen spricht sie die Optionen durch und entscheidet sich schließlich dafür, das Studium abzubrechen. “Mein Vater hat jeden Tag gemerkt, wie sehr mich das Studium belastet hat”, sagt Gundlach. Auf die Frage, wie es in der Uni gewesen war, bekam er von seiner Tochter grundsätzlich nur eine Antwort: “Scheiße. Wie immer.”

Heute braucht niemand sie nach ihrem Tag zu fragen. Sie erzählt von allein. Während die Kundin wartet, eilt Gundlach zum Lagerraum, holt frische Handtücher, fegt Haare zusammen, serviert mit einem zufriedenen Lächeln Cappuccino. Das Leben kann so unkompliziert sein, sobald das blöde “muss” wegfällt!

Источник: Де­мон­стра­ци­он­ная вер­сия ЕГЭ—2017 по не­мец­ко­му языку.

27129


24
Задание 18 № 1564

Was meint man über die Verträge mit den Eltern?

 

1) Sie helfen den Schülern beim Umgang mit Lehrern.

2) Die Eltern ärgern sich darüber.

3) Sie sind eine Entlastung für Lehrkräfte.

4) Dadurch eskalieren Streite.


Eltern sollen mit der Schule einen Vertrag abschließen

Nicht nur ihre Schüler machen Lehrern zu schaffen, auch deren Eltern kosten die Pädagogen Nerven — weil sie ihren Pflichten nicht nachkommen. Gerade morgen Montag wird sich dies wieder zeigen, wenn in zahlreichen Kantonen die Schule nach den Sommerferien wieder losgeht: Viele Schüler dürften am ersten Schultag noch fehlen — weil sie mit ihren Eltern nicht rechtzeitig aus den Ferien zurückkehren. In Basel-Stadt, wo die Schule schon letzte Woche wieder startete, war dies im Schnitt bei einem Schüler pro Klasse der Fall.

Dass Eltern ihre Kinder in den ersten Tagen nach den Ferien bewusst schwänzen lassen, weil ein späterer Rückflug günstiger ist, ist nur eines von vielen Ärgernissen, mit denen Lehrer sich herumschlagen: Immer wieder schwänzen Eltern auch Elternabende oder Gesprächstermine, schicken ihre Kinder übermüdet in den Unterricht oder geben ihnen Süßigkeiten und Süßgetränke mit, obwohl die Schule auf gesunde Nahrungsmitteln als Znüni-Verpflegung pocht. Christian Amsler (FDP), Präsident der Konferenz der Erziehungsdirektoren in der Deutschschweiz, fordert nun ein neues Mittel, um die Eltern auf ihre Pflichten aufmerksam zu machen: Verträge, die sie mit der Schule abschließen müssen. „Ich bin für mehr Verbindlichkeit“, sagte Amsler gegenüber dem Sonntagsblick. „Ich bin dafür, dass wir solche Elternverträge in allen Kantonen einführen, wobei die Hoheit bei den Kantonen liegt.“ Die Eltern hätten Pflichten, die sie zum Wohl ihres Kindes einhalten müssten. „Ein Vertrag ist ein wichtiges Signal an die Eltern.“ Verträge, wie sie Amsler fordert, kennt man bereits im Kanton Solothurn. In der Schulvereinbarung der Gemeinde Zuchwil SO unterschreiben die Eltern unter anderem, dass ihr Kind zuhause über einen ruhigen Arbeitsplatz, das nötige Material und genug Arbeitszeit verfügt, dass sie sich selbst über die Vorgänge des Schullebens wie über die Leistungen und Probleme ihres Kindes informieren, dass das Kind regelmäßig und pünktlich am Unterricht teilnimmt und dass sie an Elternveranstaltungen teilnehmen.

Die ersten Erfahrungen sind positiv, wie Stephan Hug, Schuldirektor in Zuchwil, sagt: „Seit wir die Verträge haben, nehmen 80 Prozent der Eltern an den Veranstaltungen teil. Vorher waren es nur 60 Prozent.“ Die Verträge seien auch eine Integrationsmaßnahme: „Viele Eltern, die aus anderen Ländern kommen oder gar Analphabeten sind, wissen gar nicht, dass sie in der Schule mitreden können.“ Viele seien schlicht und einfach überfordert und bräuchten Unterstützung. Für Andreas Walter, Chef des Solothurner Volksschulamtes, sind die Verträge vor allem auch eine Entlastung für die Lehrer: „Wenn ein Streit eskaliert, haben die Lehrpersonen etwas Verbindliches in der Hand. Seit der Einführung der Verträge haben wir weniger Probleme.“

Auch beim Schweizerischen Lehrerverband (LCH) kommen die Verträge gut an: „Es macht Sinn, wenn die geltenden Regeln in einer Schule und der Klasse in einer Vereinbarung zwischen Schülern, Eltern und Klassenlehrpersonen formell unterzeichnet werden“, sagt Jürg Brühlmann vom LCH. Der Umgang mit den Eltern sei schwieriger geworden, sagt Bernard Gertsch, Präsident des Schulleiterverbands: „Immer mehr Eltern nehmen sofort Partei für ihre Kinder und zweifeln an den Lehrpersonen.“ In den schlimmsten Fällen drohen sie mit dem Anwalt.

Источник: СтатГрад: Тренировочная ра­бо­та 17.04.2017 Ва­ри­ант НЯ10101.

32486


25
Задание 18 № 1608

Für den Erfolg der Schulreformen ist nach der Meinung des Autors des Artikels … wichtig.

 

1) die Qualität der Lehrer

2) die Intensität der Diskussionen

3) der Typ der Gesellschaft

4) die Sicherheit in der Schule


Unsere Lehrer müssen besser werden

Zum Leben der Schüler gehört es, dauernd kontrolliert zu werden. Durch verschiedene Kontrollarbeiten, Prüfungen und Tests kann man erfahren, wo es an Anstrengungen (nicht) genug vorlag. Es wird aber Zeit, die Eignung der Lehrer für ihren Beruf zu thematisieren. Wer entscheidet sich dafür, Lehrer zu werden? Leider nicht nur die Menschen, die gern mit Kindern Umgang haben und gut erzählen können, sondern auch diejenigen, die sich nur für ihr Fach interessieren, ohne Wert auf eigene pädagogische und soziale Fähigkeiten zu legen.

Kurz gesagt – wer später unsere Kinder unterrichten will, kann pädagogisch zu nichts taugen – und niemand kann ihn stoppen. In der Lehrerausbildung fehlt es immer noch an Eignungstests für künftige Pädagogen. Wie man Eignungstests sinnvoll einsetzt, lässt sich in Finnland beobachten: Tausende wollen, nur ein paar hundert dürfen Lehrer werden. Die finnischen Lehrer gehen in den Kinderdienst, wollen etwas für den Nachwuchs ihres Landes tun. Ihr Prestige ist deswegen hoch, obwohl sie weniger verdienen als ihre deutschen Kollegen.

Und was ist dann Schule? In Deutschland ist sie immer noch viel zu sehr für die Lehrer da. Die Lehrer können sich fast immer gegen eine Armada aus Eltern durchsetzen, die für ihr Kind nur das Beste wollen, nämlich möglichst das Abitur. Wer als Lehrer so denkt, möchte bei seiner Arbeit am liebsten nicht gestört werden. Mit qualifizierteren Fachkräften kann Schule das werden, was sie sein sollte: ein Dienstleistungsbetrieb. „Wie bitte? Wir sollen Dienstleister für nervige Eltern und ihre ungezogenen Kinder werden? So weit kommt's noch!“ – empören sich die Lehrer.

Ja, so weit muss es kommen. Kundenorientierung ist das Ziel. Schule ist der Ort, an dem über die künftige Leistungsfähigkeit des rohstoffarmen, aber erfindungsreichen Landes entschieden wird. Es gibt also eine Menge für die Bildungspolitiker zu tun. Sie müssen ihr Amt als das begreifen, was es im Kern ist: eine Führungsaufgabe mit Personalverantwortung für die 670.000 Lehrer in Deutschland. Wenn es gelingt, die Schulen zu einem Dienstleistungsort aus Leidenschaft zu machen, dann könnten ganz neue Kräfte freigesetzt werden.

Begeisterung ist der wichtigste Treibstoff für die Entwicklung des Gehirns. Schüler brauchen das Gefühl, dass auf sie individuell eingegangen wird. Lehrer sollten sich also über die Stärken ihrer Schüler freuen und an den Schwächen arbeiten. Möglichst viele Schüler möglichst weit bringen. Denn das Abitur ist so viel wert wie das, was in den Abertausenden von Unterrichtsstunden passiert, die ein Schüler bis zum Abitur absitzt. Optimal wäre es, wenn die Kinder lernen, weil es sich wirklich lohnt. Weil sie Lehrer haben, die mit dem Herzen (und nicht mit dem gleichen Satz kopierter Zettel wie im letzten Jahr) dabei sind.

Masse und Klasse, ja, das geht. Wer es nicht glaubt, sollte einen Blick auf die PISA-Zahlen werfen. Die meisten Spitzenländer sind nicht nur in der Spitze gut, sondern auch in der Breite: In Südkorea, Finnland, Japan, Kanada, Neuseeland und Australien liegt die Quote der Schüler, die mit der Berechtigung zum Studieren von der Schule abgehen, um einiges höher als in Deutschland.

Die Ländervielfalt zeigt nebenbei: Der Erfolg kann in sehr unterschiedlichen Gesellschaften heimisch werden. Wer ernsthaft möchte, dass Deutschland in die Top Ten der internationalen Bildungselite kommt, sollte eins mit Sicherheit nicht tun: über die Systemreformen lange nachdenken. Auf die Lehrer kommt es an.

Источник: ЕГЭ — 2017. До­сроч­ная волна по немецкому языку

32949


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Задание 18 № 1652

Was hilft Daniel Norris bei wichtigen Spielen?

 

1) Dass er eine schwere Krankheit überwunden hat.

2) Dass er regelmäßig im Wald spazieren geht.

3) Dass er das Explodieren des Stadions genießt.

4) Dass er das Alleinsein gewohnt ist.


Sein bester Wurf

Mario Götze wechselt von Bayern München zu Real Madrid. Er bekommt dafür eine Prämie von ungefähr zwei Millionen Euro, die er aufs Sparbuch packt. Das Einzige, was er sich kauft, ist ein alter Campingbus, mit dem er ins Trainingslager fahren kann, während seine Mitspieler das Flugzeug oder einen klimatisierten Bus bevorzugen. An den Tagen, wenn er nicht spielt, sieht man ihn ab und zu beim Surfen an der Atlantikküste, manchmal macht er sich abends eine Dose Ravioli auf dem Gaskocher warm.

„Ich liebe das einfache Leben“, sagt Götze. „Geld bedeutet mir nichts.“ Eine unvorstellbare Geschichte, das stimmt schon. Aber ungefähr so spielt sie sich in den USA ab, wo der Baseballspieler Daniel Norris nicht nur wegen seines Talents zum Star geworden ist – sondern auch, weil er sich den Mechanismen des Leistungssports widersetzt. Zu denen eben auch gehört, dass millionenschwere Profisportler ihren Reichtum zur Schau stellen.

Norris ist einer der besten Werfer in der US-amerikanischen Major League Baseball. Solche Werfer wie Norris können dem Ball alle möglichen oder besser unmöglichen Flugkurven verpassen. Sie können den Ball so werfen, dass er, kurz bevor er auf die Keule des Schlägers trifft, noch mal leicht die Richtung ändert. Solche Würfe können ein Spiel entscheiden. Wenn man so gut Baseball spielt wie Norris, verdient man in den USA fast zwangsläufig Millionen Dollar. Das ist das Problem. Na ja, für die meisten eher nicht, aber für Norris schon ein bisschen. „Ich sehe keine Notwendigkeit für Luxus oder das, was die Gesellschaft darunter versteht“, sagt er. Nur einen sehr kleinen Teil seiner jährlichen Gage, etwa 800 Dollar monatlich, braucht er für sein tägliches Leben, den Rest gibt er einem Anlageberater, der es für ihn spart. Wenn die Baseball League pausiert, lebt er lieber in seinem Bus und gibt kaum Geld aus.

Aufgewachsen ist der 23-Jährige in einem kleinen Ort in Tennessee. Viel Whiskey gibt es da und viel Sonne. Seine Familie betreibt dort einen Fahrradladen, kein Wunder also, dass Daniel und seine Geschwister ständig draußen waren, ständig auf ihren Rädern durch die Gegend fuhren. Das hat ihn bestimmt geprägt. Auf seinem Instagram-Account kann man Norris an einsamen Stränden in Oregon sehen oder beim Wandern in den Rocky Mountains. Während viele Sportprofis gern ihre neuesten Sonnenbrillen, Tattoos, Sportwagen oder auch Häuser posten, kann man bei Norris Bäume betrachten – oder erstaunliche Schwarz-Weiß-Porträts alter Menschen. Fotografieren ist auch so ein Hobby von ihm. Dann zieht er sich wieder in seinen VW-Bus von 1978 zurück und liest.

Angeblich hat er seine erste Freundin verlassen, weil er nicht mehr genug Zeit für seine Bücher hatte. Klar, dass sich so eine Geschichte wie die von Norris auch ein bisschen verselbstständigt. Sie ist einfach zu gut, und sie wird immer besser. Vergangenes Jahr wechselte er von den Toronto Blue Jays zu den Detroit Tigers und stellte gleich mal ein paar Vereinsrekorde auf.

Das Wahnsinnige ist ja, dass ihm seine Vorliebe für Einsamkeit auf dem Platz hilft. Diese extreme Stille, die manchmal entsteht, wenn Zehntausende den Atem anhalten, weil gleich der Ball geworfen wird – für Norris ist das, als stünde er ganz allein auf einer Waldlichtung. Wenn das Stadion dann explodiert, ist das nicht mehr so sein Ding.

Im letzten Herbst gab Norris bekannt, dass er an einer schweren Krankheit leidet. Diese ließ er wenig später erfolgreich behandeln. In solchen Situationen wird den meisten Menschen klar, was wirklich wichtig ist. Norris wusste das schon längst.

Источник: Де­мон­стра­ци­он­ная вер­сия ЕГЭ—2018 по не­мец­ко­му языку.

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