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Задание 3 № 1414

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Herr Messner macht seine Extremtouren, um …

 

1) Erfahrungen zu sammeln.

2) sich jung zu fühlen.

3) einen neuen Rekord aufzustellen.

1
Задание 4 № 1415

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Als Herr Messner jeden von 14 Achttausendern dieser Erde bestieg, war es ihm wichtig, …

 

1) eine Wette zu gewinnen.

2) mehr über sein Team zu erfahren.

3) seine Möglichkeiten zu prüfen.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

2
Задание 5 № 1416

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Was denkt Herr Messner über Bergsteiger? – Er findet sie …

 

1) unvernünftig.

2) erfahren.

3) tapfer.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

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Задание 6 № 1417

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Was hält Herr Messner davon, dass viele Spitzenbergsteiger am Berg gestorben sind?

 

1) Er hält das riskante Benehmen der Bergsteiger für richtig.

2) Er erklärt das damit, dass Bergsteiger riskante Sachen machen.

3) Er meint, dass diese Angaben falsch sind.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

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Задание 7 № 1418

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Wenn Herr Messner auf den Mount Everest steigt, …

 

1) trinkt er mit Freunden Tee.

2) fühlt er sich durch die Freiheit verrückt.

3) übernimmt er die ganze Verantwortung.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

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Задание 8 № 1419

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Wie erklärt sich Herr Messner den Trend, dass immer mehr Menschen das Wochenende in den Alpen verbringen?

 

1) In den Städten gibt es wenig Platz für Entspannung.

2) Heute ist das die günstigste Art sich zu erholen.

3) Viele Ärzte empfehlen ihren Patienten die frische Bergluft.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

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Задание 9 № 1420

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Welche Herausforderungen gibt es noch für Herrn Messner?

 

1) Die nächste Aufgabe wird er sich selbst noch aussuchen.

2) Er will ein Bergmuseum gründen.

3) Er hat vor, ein Buch über den Everest zu schreiben.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна
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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

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Задание 5 № 1416

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Was denkt Herr Messner über Bergsteiger? – Er findet sie …

 

1) unvernünftig.

2) erfahren.

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Задание 3 № 1414

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Herr Messner macht seine Extremtouren, um …

 

1) Erfahrungen zu sammeln.

2) sich jung zu fühlen.

3) einen neuen Rekord aufzustellen.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

2
Задание 4 № 1415

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Als Herr Messner jeden von 14 Achttausendern dieser Erde bestieg, war es ihm wichtig, …

 

1) eine Wette zu gewinnen.

2) mehr über sein Team zu erfahren.

3) seine Möglichkeiten zu prüfen.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

3
Задание 6 № 1417

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Was hält Herr Messner davon, dass viele Spitzenbergsteiger am Berg gestorben sind?

 

1) Er hält das riskante Benehmen der Bergsteiger für richtig.

2) Er erklärt das damit, dass Bergsteiger riskante Sachen machen.

3) Er meint, dass diese Angaben falsch sind.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

4
Задание 7 № 1418

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Wenn Herr Messner auf den Mount Everest steigt, …

 

1) trinkt er mit Freunden Tee.

2) fühlt er sich durch die Freiheit verrückt.

3) übernimmt er die ganze Verantwortung.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

5
Задание 8 № 1419

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Wie erklärt sich Herr Messner den Trend, dass immer mehr Menschen das Wochenende in den Alpen verbringen?

 

1) In den Städten gibt es wenig Platz für Entspannung.

2) Heute ist das die günstigste Art sich zu erholen.

3) Viele Ärzte empfehlen ihren Patienten die frische Bergluft.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

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Задание 9 № 1420

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Welche Herausforderungen gibt es noch für Herrn Messner?

 

1) Die nächste Aufgabe wird er sich selbst noch aussuchen.

2) Er will ein Bergmuseum gründen.

3) Er hat vor, ein Buch über den Everest zu schreiben.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна
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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

Задание 6 № 1417

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Was hält Herr Messner davon, dass viele Spitzenbergsteiger am Berg gestorben sind?

 

1) Er hält das riskante Benehmen der Bergsteiger für richtig.

2) Er erklärt das damit, dass Bergsteiger riskante Sachen machen.

3) Er meint, dass diese Angaben falsch sind.

1
Задание 3 № 1414

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Herr Messner macht seine Extremtouren, um …

 

1) Erfahrungen zu sammeln.

2) sich jung zu fühlen.

3) einen neuen Rekord aufzustellen.

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Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

2
Задание 4 № 1415

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Als Herr Messner jeden von 14 Achttausendern dieser Erde bestieg, war es ihm wichtig, …

 

1) eine Wette zu gewinnen.

2) mehr über sein Team zu erfahren.

3) seine Möglichkeiten zu prüfen.

Расшифровка записи

GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

3
Задание 5 № 1416

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Was denkt Herr Messner über Bergsteiger? – Er findet sie …

 

1) unvernünftig.

2) erfahren.

3) tapfer.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

4
Задание 7 № 1418

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Wenn Herr Messner auf den Mount Everest steigt, …

 

1) trinkt er mit Freunden Tee.

2) fühlt er sich durch die Freiheit verrückt.

3) übernimmt er die ganze Verantwortung.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

5
Задание 8 № 1419

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Wie erklärt sich Herr Messner den Trend, dass immer mehr Menschen das Wochenende in den Alpen verbringen?

 

1) In den Städten gibt es wenig Platz für Entspannung.

2) Heute ist das die günstigste Art sich zu erholen.

3) Viele Ärzte empfehlen ihren Patienten die frische Bergluft.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

6
Задание 9 № 1420

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Welche Herausforderungen gibt es noch für Herrn Messner?

 

1) Die nächste Aufgabe wird er sich selbst noch aussuchen.

2) Er will ein Bergmuseum gründen.

3) Er hat vor, ein Buch über den Everest zu schreiben.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна
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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

Задание 7 № 1418

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Wenn Herr Messner auf den Mount Everest steigt, …

 

1) trinkt er mit Freunden Tee.

2) fühlt er sich durch die Freiheit verrückt.

3) übernimmt er die ganze Verantwortung.

1
Задание 3 № 1414

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Herr Messner macht seine Extremtouren, um …

 

1) Erfahrungen zu sammeln.

2) sich jung zu fühlen.

3) einen neuen Rekord aufzustellen.

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Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

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2
Задание 4 № 1415

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Als Herr Messner jeden von 14 Achttausendern dieser Erde bestieg, war es ihm wichtig, …

 

1) eine Wette zu gewinnen.

2) mehr über sein Team zu erfahren.

3) seine Möglichkeiten zu prüfen.

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Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

3
Задание 5 № 1416

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Was denkt Herr Messner über Bergsteiger? – Er findet sie …

 

1) unvernünftig.

2) erfahren.

3) tapfer.

Расшифровка записи

GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

4
Задание 6 № 1417

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Was hält Herr Messner davon, dass viele Spitzenbergsteiger am Berg gestorben sind?

 

1) Er hält das riskante Benehmen der Bergsteiger für richtig.

2) Er erklärt das damit, dass Bergsteiger riskante Sachen machen.

3) Er meint, dass diese Angaben falsch sind.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

5
Задание 8 № 1419

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Wie erklärt sich Herr Messner den Trend, dass immer mehr Menschen das Wochenende in den Alpen verbringen?

 

1) In den Städten gibt es wenig Platz für Entspannung.

2) Heute ist das die günstigste Art sich zu erholen.

3) Viele Ärzte empfehlen ihren Patienten die frische Bergluft.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

6
Задание 9 № 1420

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Welche Herausforderungen gibt es noch für Herrn Messner?

 

1) Die nächste Aufgabe wird er sich selbst noch aussuchen.

2) Er will ein Bergmuseum gründen.

3) Er hat vor, ein Buch über den Everest zu schreiben.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна
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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

Задание 8 № 1419

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Wie erklärt sich Herr Messner den Trend, dass immer mehr Menschen das Wochenende in den Alpen verbringen?

 

1) In den Städten gibt es wenig Platz für Entspannung.

2) Heute ist das die günstigste Art sich zu erholen.

3) Viele Ärzte empfehlen ihren Patienten die frische Bergluft.

1
Задание 3 № 1414

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Herr Messner macht seine Extremtouren, um …

 

1) Erfahrungen zu sammeln.

2) sich jung zu fühlen.

3) einen neuen Rekord aufzustellen.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

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Задание 4 № 1415

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Als Herr Messner jeden von 14 Achttausendern dieser Erde bestieg, war es ihm wichtig, …

 

1) eine Wette zu gewinnen.

2) mehr über sein Team zu erfahren.

3) seine Möglichkeiten zu prüfen.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

3
Задание 5 № 1416

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Was denkt Herr Messner über Bergsteiger? – Er findet sie …

 

1) unvernünftig.

2) erfahren.

3) tapfer.

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Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

4
Задание 6 № 1417

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Was hält Herr Messner davon, dass viele Spitzenbergsteiger am Berg gestorben sind?

 

1) Er hält das riskante Benehmen der Bergsteiger für richtig.

2) Er erklärt das damit, dass Bergsteiger riskante Sachen machen.

3) Er meint, dass diese Angaben falsch sind.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

5
Задание 7 № 1418

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Wenn Herr Messner auf den Mount Everest steigt, …

 

1) trinkt er mit Freunden Tee.

2) fühlt er sich durch die Freiheit verrückt.

3) übernimmt er die ganze Verantwortung.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

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6
Задание 9 № 1420

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Welche Herausforderungen gibt es noch für Herrn Messner?

 

1) Die nächste Aufgabe wird er sich selbst noch aussuchen.

2) Er will ein Bergmuseum gründen.

3) Er hat vor, ein Buch über den Everest zu schreiben.

Расшифровка записи

GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна
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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

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Задание 9 № 1420

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Welche Herausforderungen gibt es noch für Herrn Messner?

 

1) Die nächste Aufgabe wird er sich selbst noch aussuchen.

2) Er will ein Bergmuseum gründen.

3) Er hat vor, ein Buch über den Everest zu schreiben.

1
Задание 3 № 1414

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Herr Messner macht seine Extremtouren, um …

 

1) Erfahrungen zu sammeln.

2) sich jung zu fühlen.

3) einen neuen Rekord aufzustellen.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

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2
Задание 4 № 1415

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Als Herr Messner jeden von 14 Achttausendern dieser Erde bestieg, war es ihm wichtig, …

 

1) eine Wette zu gewinnen.

2) mehr über sein Team zu erfahren.

3) seine Möglichkeiten zu prüfen.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

3
Задание 5 № 1416

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Was denkt Herr Messner über Bergsteiger? – Er findet sie …

 

1) unvernünftig.

2) erfahren.

3) tapfer.

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GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

4
Задание 6 № 1417

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Was hält Herr Messner davon, dass viele Spitzenbergsteiger am Berg gestorben sind?

 

1) Er hält das riskante Benehmen der Bergsteiger für richtig.

2) Er erklärt das damit, dass Bergsteiger riskante Sachen machen.

3) Er meint, dass diese Angaben falsch sind.

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Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

5
Задание 7 № 1418

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Wenn Herr Messner auf den Mount Everest steigt, …

 

1) trinkt er mit Freunden Tee.

2) fühlt er sich durch die Freiheit verrückt.

3) übernimmt er die ganze Verantwortung.

Расшифровка записи

GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

6
Задание 8 № 1419

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Wie erklärt sich Herr Messner den Trend, dass immer mehr Menschen das Wochenende in den Alpen verbringen?

 

1) In den Städten gibt es wenig Platz für Entspannung.

2) Heute ist das die günstigste Art sich zu erholen.

3) Viele Ärzte empfehlen ihren Patienten die frische Bergluft.

Расшифровка записи

GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна
Расшифровка записи

GEO.de: Herr Messner, Sie sind zu Fuß durch die Antarktis gegangen, haben die Wüste Gobi durchquert und als erster Mensch alle 14 Achttausender dieser Erde bestiegen. Warum muss es immer die Höchstleistung sein?

Reinhold Messner: Höchstleistung ist der falsche Ausdruck. Meine Extremtouren haben mit Rekorden nichts zu tun. Sie sind vielmehr eine Sache der Erfahrung. Wenn ich an die Ränder der Erde gehe, dann erfahre ich viel über mich selbst: Wie ticke ich? Wie komme ich mit meinen Partnern zurecht? Am Ende kamen dabei dann die 14 Achttausender heraus, die als Rekord erscheinen. Aber mir waren die einzelnen Expeditionen viel wichtiger als die Summe am Ende. Ich bin im Grunde nur neugierig, ob ich es schaffe oder nicht, und werfe mich dabei freiwillig in eine sehr lebensgefährliche Situation. Die Kunst dabei ist es, nicht umzukommen.

GEO.de: Wo hört dabei der Mut auf, wo beginnt der Übermut?

Messner: Wir Bergsteiger sind nicht mutig. Wir sind ganz normale Menschen, die allerdings sehr viel Erfahrung haben. Diese Erfahrung hilft uns, in der Wildnis zurechtzukommen. Neugierig wie wir sind, tasten wir uns vor bis zur Grenze des Machbaren. Sobald wir merken, dass ein weiterer Schritt den Schritt in den Tod bedeutet, gehen wir freiwillig zurück.

GEO.de: Mehr als die Hälfte der Spitzenbergsteiger sind am Berg und nicht im Bett gestorben.

Messner: Sie haben recht. Von den 50 stärksten Grenzgängern meiner aktiven Zeit als Bergsteiger lebt nicht einmal mehr die Hälfte. Die anderen sind entweder in der Wüste oder am Berg umgekommen. Im Grunde ist das, was wir tun, nicht zu vertreten. Ich kann es nicht verteidigen. Es sind einfach zu viele Menschen dafür gestorben. Die besten Bergsteiger sind die, die die verrücktesten Sachen machen, aber nicht dabei umkommen.

GEO.de: Sie sagten einmal, Sie steigen auf Berge, um nicht verrückt zu werden. Sie attestieren den Bergen also eine therapeutische Wirkung?

Messner: Vielleicht, ja. Ich werde vielmehr verrückt, wenn ich irgendwo in der Zivilisation mit Bürokraten verhandeln muss. Wenn ich hoch oben auf den Mount Everest steige, gibt es dort keine Gesetze. Wir können links laufen oder rechts laufen, Tee trinken oder Suppe essen. Wir tragen jegliche Verantwortung, aber wir tragen auch die Folgen. In der Zivilisation trägt der Mensch nur einen ganz kleinen Teil der Verantwortung, aber er hat auch keinen Freiraum.

GEO.de: Immer mehr Menschen zieht es vom Bürosessel in die Berge, um das Wochenende in den Alpen zu verbringen. Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Messner: Das Wandern, das Trekking und das Spazierengehen im Gebirge werden einen riesigen Boom erleben – gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krise. Für das Wandern brauche ich nur ein paar Schuhe, einen Rucksack, eine Windjacke und etwas Nahrung – und schon kann ich mit wenig Geld alles erreichen: Ich kann mich erholen, ich kann die Welt erleben. Außerdem ist das Wandern im Gebirge das Gesündeste, was es gibt. Von mir aus könnten zehnmal so viele Menschen in die Berge gehen. Es wäre Platz für alle, wenn sie sich gleichmäßig auf die Gebirge dieser Welt verteilen würden.

GEO.de: Es gibt keinen Achttausender mehr, der nicht bereits von Ihnen bestiegen wurde. Sie saßen 5 Jahre lang im Europaparlament, haben unzählige Bücher geschrieben und besitzen ein Bergmuseum. Gibt es überhaupt noch Herausforderungen für Sie?

Messner: Natürlich. Die Herausforderungen liegen ja nicht auf der Straße, sondern ich erfinde sie mir. Zurzeit beende ich noch die Arbeit an meinem Bergmuseum, das heute bereits das erfolgreichste Bergmuseum weltweit ist. Dann werde ich mir eine neue Aufgabe suchen. Niemand zwingt mich dazu, ein Museum zu eröffnen oder auf den Everest zu steigen. So wird auch die nächste Aufgabe keine sein, die notgedrungen gemacht werden muss, aber die ich tun möchte und von der ich begeistert bin.

Источник: ЕГЭ по немецкому языку 08.04.2016. Досрочная волна

Задание 3 № 153

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"Peace Wall" ist eine Wand, die ...

 

1) mit Kultur eines Landes bekannt macht.

2) eine Friedensbotschaft vermittelt.

3) örtliche Politik verständlich macht.

1
Задание 4 № 154

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Als Vogel den Irak besuchte, ...

 

1) warnte man ihn vor der Reise.

2) fuhr er mit dem Auto über die Grenze.

3) wurde er von Amtleuten verfolgt.

Расшифровка записи

Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

2
Задание 5 № 155

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Als Vogel im Irak arbeitete, ...

 

1) waren die Iraker von seinem Mut beeindruckt.

2) war seine Malerei nur Kindern interessant.

3) beleuchteten die Medien seine Arbeit.

Расшифровка записи

Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

3
Задание 6 № 156

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In Kingston hat es Vogel besonders beeindruckt, ...

 

1) dass die Kinder auf Hausbooten wohnen.

2) wie sich das Leben in armen Vierteln abspielt.

3) dass er einem Treffen mit Rebellenführern persönlich beiwohnen konnte.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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4
Задание 7 № 157

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Es kam auch während Vogels Reisen dazu, dass ...

 

1) er sich mehrmals Gefahr ausgesetzt hat.

2) er sich am Aufstand beteiligte.

3) er illegal eine Grenze passierte.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

5
Задание 8 № 158

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Das Projekt wird größtenteils dadurch finanziert, dass ...

 

1) regionale Künstlerorganisationen Vogels Aufenthalt bezahlen.

2) private Personen Geld für seine Reisen geben.

3) Vogel sein eigenes Geld dafür aufbringen muss.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

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Задание 9 № 159

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Vogel setzt seine Arbeit fort, obwohl ...

 

1) er von manchen auch gescholten wird.

2) seine Anstrengungen nutzlos sind.

3) das Projekt viel Zeit und Geld in Anspruch nimmt.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.
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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

Задание 4 № 154

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Als Vogel den Irak besuchte, ...

 

1) warnte man ihn vor der Reise.

2) fuhr er mit dem Auto über die Grenze.

3) wurde er von Amtleuten verfolgt.

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Задание 3 № 153

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"Peace Wall" ist eine Wand, die ...

 

1) mit Kultur eines Landes bekannt macht.

2) eine Friedensbotschaft vermittelt.

3) örtliche Politik verständlich macht.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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Задание 5 № 155

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Als Vogel im Irak arbeitete, ...

 

1) waren die Iraker von seinem Mut beeindruckt.

2) war seine Malerei nur Kindern interessant.

3) beleuchteten die Medien seine Arbeit.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

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Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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Задание 6 № 156

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In Kingston hat es Vogel besonders beeindruckt, ...

 

1) dass die Kinder auf Hausbooten wohnen.

2) wie sich das Leben in armen Vierteln abspielt.

3) dass er einem Treffen mit Rebellenführern persönlich beiwohnen konnte.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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Задание 7 № 157

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Es kam auch während Vogels Reisen dazu, dass ...

 

1) er sich mehrmals Gefahr ausgesetzt hat.

2) er sich am Aufstand beteiligte.

3) er illegal eine Grenze passierte.

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Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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Задание 8 № 158

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Das Projekt wird größtenteils dadurch finanziert, dass ...

 

1) regionale Künstlerorganisationen Vogels Aufenthalt bezahlen.

2) private Personen Geld für seine Reisen geben.

3) Vogel sein eigenes Geld dafür aufbringen muss.

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Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

6
Задание 9 № 159

Вы услышите репортаж дважды. Выберите правильный ответ 1, 2 или 3.

 

Воспользуйтесь плеером, чтобы прослушать запись.

 

Vogel setzt seine Arbeit fort, obwohl ...

 

1) er von manchen auch gescholten wird.

2) seine Anstrengungen nutzlos sind.

3) das Projekt viel Zeit und Geld in Anspruch nimmt.

Расшифровка записи

Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.
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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

Задание 5 № 155

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Als Vogel im Irak arbeitete, ...

 

1) waren die Iraker von seinem Mut beeindruckt.

2) war seine Malerei nur Kindern interessant.

3) beleuchteten die Medien seine Arbeit.

1
Задание 3 № 153

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"Peace Wall" ist eine Wand, die ...

 

1) mit Kultur eines Landes bekannt macht.

2) eine Friedensbotschaft vermittelt.

3) örtliche Politik verständlich macht.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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2
Задание 4 № 154

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Als Vogel den Irak besuchte, ...

 

1) warnte man ihn vor der Reise.

2) fuhr er mit dem Auto über die Grenze.

3) wurde er von Amtleuten verfolgt.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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3
Задание 6 № 156

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In Kingston hat es Vogel besonders beeindruckt, ...

 

1) dass die Kinder auf Hausbooten wohnen.

2) wie sich das Leben in armen Vierteln abspielt.

3) dass er einem Treffen mit Rebellenführern persönlich beiwohnen konnte.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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4
Задание 7 № 157

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Es kam auch während Vogels Reisen dazu, dass ...

 

1) er sich mehrmals Gefahr ausgesetzt hat.

2) er sich am Aufstand beteiligte.

3) er illegal eine Grenze passierte.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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5
Задание 8 № 158

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Das Projekt wird größtenteils dadurch finanziert, dass ...

 

1) regionale Künstlerorganisationen Vogels Aufenthalt bezahlen.

2) private Personen Geld für seine Reisen geben.

3) Vogel sein eigenes Geld dafür aufbringen muss.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

6
Задание 9 № 159

Вы услышите репортаж дважды. Выберите правильный ответ 1, 2 или 3.

 

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Vogel setzt seine Arbeit fort, obwohl ...

 

1) er von manchen auch gescholten wird.

2) seine Anstrengungen nutzlos sind.

3) das Projekt viel Zeit und Geld in Anspruch nimmt.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.
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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

Задание 6 № 156

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In Kingston hat es Vogel besonders beeindruckt, ...

 

1) dass die Kinder auf Hausbooten wohnen.

2) wie sich das Leben in armen Vierteln abspielt.

3) dass er einem Treffen mit Rebellenführern persönlich beiwohnen konnte.

1
Задание 3 № 153

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"Peace Wall" ist eine Wand, die ...

 

1) mit Kultur eines Landes bekannt macht.

2) eine Friedensbotschaft vermittelt.

3) örtliche Politik verständlich macht.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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2
Задание 4 № 154

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Als Vogel den Irak besuchte, ...

 

1) warnte man ihn vor der Reise.

2) fuhr er mit dem Auto über die Grenze.

3) wurde er von Amtleuten verfolgt.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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3
Задание 5 № 155

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Als Vogel im Irak arbeitete, ...

 

1) waren die Iraker von seinem Mut beeindruckt.

2) war seine Malerei nur Kindern interessant.

3) beleuchteten die Medien seine Arbeit.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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Задание 7 № 157

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Es kam auch während Vogels Reisen dazu, dass ...

 

1) er sich mehrmals Gefahr ausgesetzt hat.

2) er sich am Aufstand beteiligte.

3) er illegal eine Grenze passierte.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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Задание 8 № 158

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Das Projekt wird größtenteils dadurch finanziert, dass ...

 

1) regionale Künstlerorganisationen Vogels Aufenthalt bezahlen.

2) private Personen Geld für seine Reisen geben.

3) Vogel sein eigenes Geld dafür aufbringen muss.

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Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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6
Задание 9 № 159

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Vogel setzt seine Arbeit fort, obwohl ...

 

1) er von manchen auch gescholten wird.

2) seine Anstrengungen nutzlos sind.

3) das Projekt viel Zeit und Geld in Anspruch nimmt.

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Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.
Расшифровка записи

Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

Задание 7 № 157

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Es kam auch während Vogels Reisen dazu, dass ...

 

1) er sich mehrmals Gefahr ausgesetzt hat.

2) er sich am Aufstand beteiligte.

3) er illegal eine Grenze passierte.

1
Задание 3 № 153

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"Peace Wall" ist eine Wand, die ...

 

1) mit Kultur eines Landes bekannt macht.

2) eine Friedensbotschaft vermittelt.

3) örtliche Politik verständlich macht.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

2
Задание 4 № 154

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Als Vogel den Irak besuchte, ...

 

1) warnte man ihn vor der Reise.

2) fuhr er mit dem Auto über die Grenze.

3) wurde er von Amtleuten verfolgt.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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3
Задание 5 № 155

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Als Vogel im Irak arbeitete, ...

 

1) waren die Iraker von seinem Mut beeindruckt.

2) war seine Malerei nur Kindern interessant.

3) beleuchteten die Medien seine Arbeit.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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4
Задание 6 № 156

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In Kingston hat es Vogel besonders beeindruckt, ...

 

1) dass die Kinder auf Hausbooten wohnen.

2) wie sich das Leben in armen Vierteln abspielt.

3) dass er einem Treffen mit Rebellenführern persönlich beiwohnen konnte.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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Задание 8 № 158

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Das Projekt wird größtenteils dadurch finanziert, dass ...

 

1) regionale Künstlerorganisationen Vogels Aufenthalt bezahlen.

2) private Personen Geld für seine Reisen geben.

3) Vogel sein eigenes Geld dafür aufbringen muss.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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6
Задание 9 № 159

Вы услышите репортаж дважды. Выберите правильный ответ 1, 2 или 3.

 

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Vogel setzt seine Arbeit fort, obwohl ...

 

1) er von manchen auch gescholten wird.

2) seine Anstrengungen nutzlos sind.

3) das Projekt viel Zeit und Geld in Anspruch nimmt.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.
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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

Задание 8 № 158

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Das Projekt wird größtenteils dadurch finanziert, dass ...

 

1) regionale Künstlerorganisationen Vogels Aufenthalt bezahlen.

2) private Personen Geld für seine Reisen geben.

3) Vogel sein eigenes Geld dafür aufbringen muss.

1
Задание 3 № 153

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"Peace Wall" ist eine Wand, die ...

 

1) mit Kultur eines Landes bekannt macht.

2) eine Friedensbotschaft vermittelt.

3) örtliche Politik verständlich macht.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

2
Задание 4 № 154

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Als Vogel den Irak besuchte, ...

 

1) warnte man ihn vor der Reise.

2) fuhr er mit dem Auto über die Grenze.

3) wurde er von Amtleuten verfolgt.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

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Задание 5 № 155

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Als Vogel im Irak arbeitete, ...

 

1) waren die Iraker von seinem Mut beeindruckt.

2) war seine Malerei nur Kindern interessant.

3) beleuchteten die Medien seine Arbeit.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

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Задание 6 № 156

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In Kingston hat es Vogel besonders beeindruckt, ...

 

1) dass die Kinder auf Hausbooten wohnen.

2) wie sich das Leben in armen Vierteln abspielt.

3) dass er einem Treffen mit Rebellenführern persönlich beiwohnen konnte.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

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Задание 7 № 157

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Es kam auch während Vogels Reisen dazu, dass ...

 

1) er sich mehrmals Gefahr ausgesetzt hat.

2) er sich am Aufstand beteiligte.

3) er illegal eine Grenze passierte.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

6
Задание 9 № 159

Вы услышите репортаж дважды. Выберите правильный ответ 1, 2 или 3.

 

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Vogel setzt seine Arbeit fort, obwohl ...

 

1) er von manchen auch gescholten wird.

2) seine Anstrengungen nutzlos sind.

3) das Projekt viel Zeit und Geld in Anspruch nimmt.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

Задание 9 № 159

Вы услышите репортаж дважды. Выберите правильный ответ 1, 2 или 3.

 

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Vogel setzt seine Arbeit fort, obwohl ...

 

1) er von manchen auch gescholten wird.

2) seine Anstrengungen nutzlos sind.

3) das Projekt viel Zeit und Geld in Anspruch nimmt.

1
Задание 3 № 153

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"Peace Wall" ist eine Wand, die ...

 

1) mit Kultur eines Landes bekannt macht.

2) eine Friedensbotschaft vermittelt.

3) örtliche Politik verständlich macht.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

2
Задание 4 № 154

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Als Vogel den Irak besuchte, ...

 

1) warnte man ihn vor der Reise.

2) fuhr er mit dem Auto über die Grenze.

3) wurde er von Amtleuten verfolgt.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

3
Задание 5 № 155

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Als Vogel im Irak arbeitete, ...

 

1) waren die Iraker von seinem Mut beeindruckt.

2) war seine Malerei nur Kindern interessant.

3) beleuchteten die Medien seine Arbeit.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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4
Задание 6 № 156

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In Kingston hat es Vogel besonders beeindruckt, ...

 

1) dass die Kinder auf Hausbooten wohnen.

2) wie sich das Leben in armen Vierteln abspielt.

3) dass er einem Treffen mit Rebellenführern persönlich beiwohnen konnte.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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5
Задание 7 № 157

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Es kam auch während Vogels Reisen dazu, dass ...

 

1) er sich mehrmals Gefahr ausgesetzt hat.

2) er sich am Aufstand beteiligte.

3) er illegal eine Grenze passierte.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

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6
Задание 8 № 158

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Das Projekt wird größtenteils dadurch finanziert, dass ...

 

1) regionale Künstlerorganisationen Vogels Aufenthalt bezahlen.

2) private Personen Geld für seine Reisen geben.

3) Vogel sein eigenes Geld dafür aufbringen muss.

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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.
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Der Graffitibotschafter

Seit zwei Jahren reist Julian Vogel in Krisengebiete. Er malt Graffitis an Wände und will so Frieden stiften.

jetzt.de: Julian, was ist eine „Peace Wall“?

Julian Vogel: Alle Wände sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Im Hintergrund findet sich die blau-weiße Friedenstaube sowie die Landesflagge des jeweiligen Landes. Das Hauptmotiv bezieht sich auf die vorherrschende Situation vor Ort oder die Kultur und ist für die Menschen vor Ort leicht verständlich. Außerdem ist ein Slogan in der Landessprache eingebaut, der sich mit dem Thema Frieden auseinandersetzt.

jetzt.de: Wie war es, als du den Irak besucht und deine erste Peace Wall gemalt hast?

Vogel: Ich hatte ein mulmiges Gefühl, als ich zu Fuß die Grenze überschritt. Schließlich habe ich täglich die Schreckensnachrichten des Krieges verfolgt. Selbst das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Bagdad rieten mir ab, in den Irak zu kommen. Im Notfall „könnten sie mir keinerlei Hilfe gewähren“. Doch ich habe meinem Freund und Begleiter Karwan geglaubt, dass ich bei seiner Familie gut aufgehoben sei und mir keine Sorgen zu machen bräuchte.

jetzt.de: Wie war die Reaktion der Einheimischen auf deine Friedensmalerei?

Vogel: Beeindruckend. Scharen von Kindern kamen aus dem Nachbardorf, Reisebusse hielten an, um Fotos von der Wand zu machen. Radio- und Fernsehteams begleiteten meine Arbeit. Es war nicht nur das Bild, das Symbolwert hatte, sondern auch die Wand, die zu einem ehemaligen Palastbau des Diktators Saddam Hussein gehört hat.

jetzt.de: Du hast schon viele Länder besucht und dort deine Peace Wall verewigt. Nach welchen Kriterien wählst du die Orte aus?

Vogel: Zum Teil sind es Krisengebiete, zum Teil aber auch Kulturhochburgen, soziale Brennpunkte oder einfach Orte des Friedens.

jetzt.de: Welche Orte haben dich besonders beeindruckt?

Vogel: In Indien habe ich Freundschaft mit Jugendlichen geschlossen, die auf Hausbooten vor meiner Wand gewohnt haben. Sie haben mir Tipps gegeben, wie ich mich zurechtfinden kann. Oft saßen wir am Ufer und haben Erfahrungen und Geschichten aus unseren Kulturen ausgetauscht. In Kingston habe ich einen Jungen namens Richard kennengelernt, der uns später zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben seine Familie kennengelernt und er hat mir seine Zeichnungen gezeigt. Das besondere war, dass er in einem sehr armen Viertel von Kingston gewohnt hat, das ohne Begleitung nicht von einem Weißen betreten werden konnte. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie sich das Leben dort abspielt. Von Martin, dem Sprecher des Bürgermeisters von Gulu/Uganda, habe ich erfahren, was das Leben in einem Bürgerkrieg bedeutet. Er hat von seiner Arbeit während der Unruhen und seinen persönlichen Begegnungen mit dem Rebellenführer erzählt.

jetzt.de: Hast du brenzlige Situationen erlebt?

Vogel: Natürlich bin ich auch in Situationen gekommen, in denen ich mich unwohl gefühlt habe - wie zum Beispiel beim Grenzübertritt vom Irak in die Türkei, als wir sehr unsanft vom Militär bis auf die Unterhosen gefilzt wurden. Auch in Uganda sind wir gerade noch rechtzeitig an einem Aufstand von Einheimischen durch brennende Barrikaden aus der Stadt gekommen.

jetzt.de: Auf deinen Reisen arbeitest du mit regionalen Sprayern zusammen. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vogel: Sehr bewegt hat mich die Zusammenkunft mit INK76, einem New Yorker Graffiti Künstler. Wir haben viele Abende vor einem Benzin-Heizlüfter mit Budweiser verbracht und er hat wahnsinnig viele Geschichten erzählt.

jetzt.de: Du finanzierst das Projekt größtenteils über Spenden und reist dabei quer durch die Weltgeschichte. Wurde dir schon vorgeworfen, nur zu reisen und Spaß zu haben? Wo bleibt deine echte Hilfe?

Vogel: Zwar hat mich dieser Vorwurf noch nicht erreicht, aber ich bin mir bewusst, dass es für einen Außenstehenden den Anschein haben mag, dass ich das Ganze nur „just for fun“ mache. Mir macht die Arbeit wahnsinnig Spaß. Es ist aber auch ein sehr großer finanzieller und zeitlicher Aufwand, da das ganze Projekt momentan eine Ein-Mann-Organisation ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2012 по немецкому языку.

Задание 3 № 199

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Тim hat mit dem Fußballspielen aufgehört, weil ...

 

1) er mehr Zeit fürs Studium brauchte.

2) seine Mutter gegen diese Sportart war.

3) er den Spaß an dieser Beschäftigung verloren hat.

1
Задание 4 № 200

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Tim begann Musik zu machen, weil ...

 

1) er meinte, es war ein richtiger Karriereschritt.

2) er sich seine Zukunft ohne Musik nicht vorstellte.

3) man ihm Erfolg in diesem Bereich vorhergesagt hatte.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2013 по немецкому языку.

2
Задание 5 № 201

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Warum hat Tim mit seinem Theologie-Studium aufgehört? – Weil er ...

 

1) als Auktionator arbeiten wollte.

2) kein Geld fürs Studium hatte.

3) kein Interesse mehr am Studium hatte.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

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3
Задание 6 № 202

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Als Tim als Auktionator arbeitete, musste er ständig ...

 

1) vor vielen Leuten sprechen.

2) Autos hin und her fahren.

3) Fortbildungen machen.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

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4
Задание 7 № 203

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Tim wählt für seine Lieder eine sehr einfache Sprache, ...

 

1) damit seine Zuhörer ihn schneller verstehen.

2) damit die Reime und die Wortrhythmik zueinander passen.

3) um seine Gedanken auf solche Weise zu strukturieren.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

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5
Задание 8 № 204

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Um ein Lied zu vollenden, braucht Tim ...

 

1) Druck.

2) eine Idee.

3) Ruhe.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

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6
Задание 9 № 205

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Tim meint, wenn man seinen Job zu wichtig nimmt, dann vergisst man...

 

1) andere tatsächlich wichtige Dinge.

2) Freunde im Facebook.

3) sich weiterzuentwickeln.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2013 по немецкому языку.
Расшифровка записи

„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2013 по немецкому языку.

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Tim begann Musik zu machen, weil ...

 

1) er meinte, es war ein richtiger Karriereschritt.

2) er sich seine Zukunft ohne Musik nicht vorstellte.

3) man ihm Erfolg in diesem Bereich vorhergesagt hatte.

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Задание 3 № 199

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Тim hat mit dem Fußballspielen aufgehört, weil ...

 

1) er mehr Zeit fürs Studium brauchte.

2) seine Mutter gegen diese Sportart war.

3) er den Spaß an dieser Beschäftigung verloren hat.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2013 по немецкому языку.

2
Задание 5 № 201

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Warum hat Tim mit seinem Theologie-Studium aufgehört? – Weil er ...

 

1) als Auktionator arbeiten wollte.

2) kein Geld fürs Studium hatte.

3) kein Interesse mehr am Studium hatte.

Расшифровка записи

„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

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3
Задание 6 № 202

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Als Tim als Auktionator arbeitete, musste er ständig ...

 

1) vor vielen Leuten sprechen.

2) Autos hin und her fahren.

3) Fortbildungen machen.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

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4
Задание 7 № 203

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Tim wählt für seine Lieder eine sehr einfache Sprache, ...

 

1) damit seine Zuhörer ihn schneller verstehen.

2) damit die Reime und die Wortrhythmik zueinander passen.

3) um seine Gedanken auf solche Weise zu strukturieren.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

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5
Задание 8 № 204

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Um ein Lied zu vollenden, braucht Tim ...

 

1) Druck.

2) eine Idee.

3) Ruhe.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

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Задание 9 № 205

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Tim meint, wenn man seinen Job zu wichtig nimmt, dann vergisst man...

 

1) andere tatsächlich wichtige Dinge.

2) Freunde im Facebook.

3) sich weiterzuentwickeln.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2013 по немецкому языку.
Расшифровка записи

„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2013 по немецкому языку.

Задание 5 № 201

Вы услышите репортаж дважды. Выберите правильный ответ 1, 2 или 3.

 

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Warum hat Tim mit seinem Theologie-Studium aufgehört? – Weil er ...

 

1) als Auktionator arbeiten wollte.

2) kein Geld fürs Studium hatte.

3) kein Interesse mehr am Studium hatte.

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Задание 3 № 199

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Тim hat mit dem Fußballspielen aufgehört, weil ...

 

1) er mehr Zeit fürs Studium brauchte.

2) seine Mutter gegen diese Sportart war.

3) er den Spaß an dieser Beschäftigung verloren hat.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2013 по немецкому языку.

2
Задание 4 № 200

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Tim begann Musik zu machen, weil ...

 

1) er meinte, es war ein richtiger Karriereschritt.

2) er sich seine Zukunft ohne Musik nicht vorstellte.

3) man ihm Erfolg in diesem Bereich vorhergesagt hatte.

Расшифровка записи

„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

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3
Задание 6 № 202

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Als Tim als Auktionator arbeitete, musste er ständig ...

 

1) vor vielen Leuten sprechen.

2) Autos hin und her fahren.

3) Fortbildungen machen.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

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4
Задание 7 № 203

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Tim wählt für seine Lieder eine sehr einfache Sprache, ...

 

1) damit seine Zuhörer ihn schneller verstehen.

2) damit die Reime und die Wortrhythmik zueinander passen.

3) um seine Gedanken auf solche Weise zu strukturieren.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

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5
Задание 8 № 204

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Um ein Lied zu vollenden, braucht Tim ...

 

1) Druck.

2) eine Idee.

3) Ruhe.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

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Задание 9 № 205

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Tim meint, wenn man seinen Job zu wichtig nimmt, dann vergisst man...

 

1) andere tatsächlich wichtige Dinge.

2) Freunde im Facebook.

3) sich weiterzuentwickeln.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2013 по немецкому языку.
Расшифровка записи

„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2013 по немецкому языку.

Задание 6 № 202

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Als Tim als Auktionator arbeitete, musste er ständig ...

 

1) vor vielen Leuten sprechen.

2) Autos hin und her fahren.

3) Fortbildungen machen.

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Задание 3 № 199

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Тim hat mit dem Fußballspielen aufgehört, weil ...

 

1) er mehr Zeit fürs Studium brauchte.

2) seine Mutter gegen diese Sportart war.

3) er den Spaß an dieser Beschäftigung verloren hat.

Расшифровка записи

„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2013 по немецкому языку.

2
Задание 4 № 200

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Tim begann Musik zu machen, weil ...

 

1) er meinte, es war ein richtiger Karriereschritt.

2) er sich seine Zukunft ohne Musik nicht vorstellte.

3) man ihm Erfolg in diesem Bereich vorhergesagt hatte.

Расшифровка записи

„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

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3
Задание 5 № 201

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Warum hat Tim mit seinem Theologie-Studium aufgehört? – Weil er ...

 

1) als Auktionator arbeiten wollte.

2) kein Geld fürs Studium hatte.

3) kein Interesse mehr am Studium hatte.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

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4
Задание 7 № 203

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Tim wählt für seine Lieder eine sehr einfache Sprache, ...

 

1) damit seine Zuhörer ihn schneller verstehen.

2) damit die Reime und die Wortrhythmik zueinander passen.

3) um seine Gedanken auf solche Weise zu strukturieren.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

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5
Задание 8 № 204

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Um ein Lied zu vollenden, braucht Tim ...

 

1) Druck.

2) eine Idee.

3) Ruhe.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

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6
Задание 9 № 205

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Tim meint, wenn man seinen Job zu wichtig nimmt, dann vergisst man...

 

1) andere tatsächlich wichtige Dinge.

2) Freunde im Facebook.

3) sich weiterzuentwickeln.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2013 по немецкому языку.
Расшифровка записи

„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

jetzt.de: Bist du genauso strukturiert, wenn es um deine Arbeitsweise geht? Hast du als Musiker so was wie einen geregelten Arbeitstag?

Tim: Das habe ich schon oft probiert, aber das hat nur in den seltensten Fällen geklappt. Bei mir funktioniert es eigentlich immer gleich: ich habe irgendeine Idee, meistens einen Refrain. Der schwirrt mir dann ziemlich lange im Kopf herum, bis er rund ist. Wenn dann zum Beispiel ein Konzert ansteht und ich nur noch einen halben Tag habe, um den Song fertig zu schreiben, nutze ich auch den Druck. Meistens ist es irgendein Anlass, der mich dazu zwingt, einen Song zu vollenden.

jetzt.de: Wobei du im Song ja auch einmal singst: „Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.“ Kritisierst du hier diejenigen, die ihren Job und ihr Social-Networking zu wichtig nehmen?

Tim: Man kann den Song auch kritisch sehen, wenn man ihn zum Beispiel auf Dinge wie Facebook bezieht. Da hält man ja auch totalen Schwachsinn für etwas total Wesentliches. Das machen wir alle regelmäßig. Außerdem sind wir alle darauf ausgerichtet, uns möglichst schnell weiterzuentwickeln, groß rauszukommen und Karriere zu machen. Dabei vergisst man vieles, was noch wichtiger ist.

Источник: Демонстрационная версия ЕГЭ—2013 по немецкому языку.

Задание 7 № 203

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Tim wählt für seine Lieder eine sehr einfache Sprache, ...

 

1) damit seine Zuhörer ihn schneller verstehen.

2) damit die Reime und die Wortrhythmik zueinander passen.

3) um seine Gedanken auf solche Weise zu strukturieren.

1
Задание 3 № 199

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Тim hat mit dem Fußballspielen aufgehört, weil ...

 

1) er mehr Zeit fürs Studium brauchte.

2) seine Mutter gegen diese Sportart war.

3) er den Spaß an dieser Beschäftigung verloren hat.

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„Bei mir muss alles seine Ordnung haben“

Tim Bendzko, 26, aus Berlin, gilt als neuer Star im deutschsprachigen Liedermacher-Kosmos.

jetzt.de: Tim, du warst Fußballspieler bei Union Berlin, hast Theologie studiert und als Auto-Auktionator gearbeitet. Jetzt bist du Musiker. Hängt das alles mehr miteinander zusammen, als es zunächst scheint?

Tim Bendzko: Ich bin ja nicht erst jetzt Musiker geworden. Musiker war ich schon die ganze Zeit. Selbst beim Fußball, da hat mein Trainer immer gesagt: „Tim, sing doch mal was!“

jetzt.de: Kam eine Karriere als Fußballer für dich nicht in Frage?

Tim: Ich habe regelmäßig Versuche gestartet, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Аber meine Mutter und mein Trainer waren der festen Überzeugung, dass ich mal ein ganz Großer werde. Und als Kind lässt man sich ja eher mal dazu breitschlagen, etwas weiterzumachen. Natürlich hatte ich auch Spaß am Fußball, aber als ich 16 war und angefangen habe, mehr darüber nachzudenken, habe ich diesen Spaß verloren. Fußball ist doch eher was für Menschen, die nicht so gerne nachdenken. Es gibt ganz wenige Profis, die intelligent sind und es geschafft haben.

jetzt.de: In deinem Song „Ich kann das alles sehen“ gibst du vor, in die Zukunft schauen zu können. Hast du denn ein Gespür für den richtigen Karriereschritt zur richtigen Zeit?

Tim: Ich habe gewusst, dass es mit der Musik so kommen würde, wie es dann auch kam. Das klingt vielleicht absurd, aber seitdem ich denken kann, weiß ich, dass ich Musik machen und ein Album raus bringen werde. Das war für mich immer klar, ich bin auch ständig durch die Gegend gelaufen und habe das jedem erzählt.

jetzt.de: Und wie muss man dein Theologie-Studium und die Arbeit als Auto-Auktionator da einordnen?

Tim: Nach der Schule habe ich erst mal ein Jahr lang gejobbt und dann das Studium angefangen. Das habe ich nur aus Interesse gemacht und wusste ab dem vierten Semester eigentlich schon alles, was ich wissen wollte. Also habe ich damit aufgehört, musste ja aber irgendwie Geld verdienen. Ein Freund von mir, der als Auktionator arbeitet, hat mich dann als Aushilfe eingestellt, um Autos hin und her zu fahren. Da mich das schnell gelangweilt hat, bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gerne auktionieren würde – auch wenn es mir damals noch nicht so leicht fiel, vor vielen Leuten zu sprechen. Er hat eingewilligt, und ich wurde zum Auktionator ausgebildet. Das habe ich so lange gemacht, bis ich eine Stimmbandentzündung bekam. Als Auktionator muss man ja fünf Stunden am Stück sehr laut und sehr schnell sprechen. Kurz danach habe ich dann gekündigt.

jetzt.de: Bald darauf solltest du zu deinem ersten Plattenvertrag kommen. Deine Texte sind relativ schlicht gehalten. Du wählst dafür eine sehr einfache Sprache. Weil du willst, dass dich möglichst viele möglichst schnell verstehen?

Tim: Ich habe irgendwann festgestellt, dass ich eigentlich Texte schreibe, um mich selbst zu sortieren. Dementsprechend sind meine Texte am Ende des Tages auch sehr einfach gehalten. Ich versuche, die Dinge, die in meinem Kopf total kompliziert sind, darin zu ordnen.

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