Расшифровка записиSprecher A. Ich habe meinen Account eröffnet, als ich 13 Jahre alt war. Am Anfang fand ich es spannend und war auch nur mit Leuten befreundet, die mir auch im richtigen Leben nahestanden. Doch dann kamen immer mehr dazu und plötzlich hatte ich über 800 sogenannte Freunde. Die meisten können meinen Schritt nicht verstehen, aber die Löschung meines Accounts war für mich eine große Erleichterung. Davor war ich drei, vier Stunden täglich auf Facebook, musste immer informiert sein. Jetzt habe ich viel mehr Freizeit, die ich mit realen Freunden oder der Familie verbringe.
Sprecher B. Nach zwei Jahren bei Facebook bin ich ausgestiegen und war seither nie wieder auf der Seite. Es war ein spontaner Entschluss und ich bin auch heute noch froh darüber. Früher saß ich stundenlang am Computer nur wegen Facebook, war auch in der Schule und während der Arbeit immer darauf, wenn ich konnte. Facebook zu checken war meine erste Handlung am Morgen und die letzte am Abend, es war eine richtige Sucht. Ein Außenseiter bin ich durch den Ausstieg nicht geworden, auch wenn ich nicht immer weiß, was läuft. Nur meine Freunde drängen mich ab und zu, doch wieder einzusteigen.
Sprecher C. Ich habe Facebook gelöscht, als ich in meiner letzten Beziehung war. Es gab andauernd Stress mit meiner Freundin wegen Kommentaren oder Posts. Ich habe soziale Netzwerke dazu genützt, mich selber darzustellen und bekam von anderen Leuten dafür das Lob, das ich gesucht habe. Eben auch von Frauen. Irgendwann fing ich an, diese Bestätigung zu brauchen. Nachdem ich mein Profil gelöscht hatte, musste ich lernen, mein Selbstwertgefühl anders zu steigern und zu erhalten. Ich lernte, mich wieder so wertzuschätzen wie ich bin, nicht wie andere mich sehen.
Sprecher D. Das Löschen meines Profils bedeutet für mich eine echte Befreiung. Bei Facebook aktiv zu sein ist zu einem großen Stress geworden. In der Mittagspause bin ich jeweils gleich an den Computer gerannt, um die Neuigkeiten zu checken und abends war die Seite immer offen. Ich fühlte mich auch unter ständigem Druck, irgendetwas Tolles zu posten, habe im Internet schon krampfhaft nach Videos und Ähnlichem gesucht. Das muss ich jetzt alles nicht mehr. Mir geht es besser ohne und ich treffe auch wieder richtige Freunde in der realen Welt. Mein Umfeld hat es akzeptiert, viele denken selber über einen Ausstieg nach.
Sprecher E. Als ich dachte, ohne Facebook geht nichts mehr, stieg ich aus. Facebook hat Drogencharakter. Nicht umsonst war die erste Frage, nachdem ich meinen Ausstieg verkündete: "Und wie schaffst du das?" Andere meinten: "Du bist eh bald wieder dabei." Am Anfang spürte ich Entzugserscheinungen, verpasste verschobene Vorlesungen oder Geburtstagsfeiern von Freunden. Mein Ausstieg sorgte für viele Gerüchte, etwa dass ich mich mit meinem Freundeskreis zerstritten hätte oder dass Stalker mich verfolgt hätten. Dass ich Facebook freiwillig verließ, wollte keiner so recht glauben.
Sprecher F. Alles weg. Das Profilbild von mir mit Sonnenbrille auf dem Boot, die Fotos vom Ausflug an die Elbe, meine "Freunde". Hurra, mich gibt's im Netz nicht mehr! Es war nicht leicht, dahin zu kommen. Vor allem technisch nicht, denn bei Facebook findet den Löschknopf wohl nur, wer die Seite damals programmiert hat. Also googeln: Suchanfrage starten mit den Schlagwörtern "facebook", "account", "löschen". Wow! Die Suchmaschine meldet knapp vier Millionen Treffer. Offenbar bin ich nicht die Einzige.
B — 4. Meine Freunde wollen, dass ich wieder bei Facebook bin.
C — 7. Ich hatte immer wieder Probleme mit meiner Freundin wegen Facebook.
D — 1. Ich wollte immer die besten Posts machen.
E — 6. Viele meinten, ich kehre bald zurück.
F — 3. Den Account bei Facebook zu löschen ist nicht leicht.
5. Ich fühle mich wie ein Außenseiter — лишнее высказывание.